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Europäischer Supermarkt Carrefour wurde beim Verkauf von Hundefleisch ertappt

Animals Asia

Animals Asia hat aufgedeckt, dass der französische Supermarktgigant Carrefour in China Hundefleischprodukte verkauft

Als die französische Kette Carrefour – die mehr als 10.000 Niederlassungen in Europa hat – 2012 darauf hingewiesen wurde, welche Grausamkeit, kriminellen Machenschaften und Gesundheitsrisiken hinter dem Hundefleisch stecken, versprach sie in einer E-Mail, dass sie nicht mehr von der Grausamkeit der Hundefleischindustrie Profit schlagen würde.

Trotz dieser Beteuerung wird in zwei Carrefour-Niederlassungen in der chinesischen Stadt Xuzhou, Hundefleisch offen zum Verkauf angeboten, wie eine Folgeuntersuchung von Animals Asia 2016 zeigte. Unsere Ermittler entdeckten eine große Vielfalt an Hundefleischprodukten, wie etwa Fankuai Hundefleisch in Schildkrötensaft, das 136 RMB (ca. 20 USD) kostet und als Zutat unter anderem Hundefleisch aufführt.

Da alle E-Mails an die Carrefour-Zentrale in Frankreich unbeantwortet blieben, kehrten unsere Ermittler von Ya Dong, einer Unternehmensberatung, die eine hundertprozentige  Tochtergesellschaft von Animals Asia ist, im Mai 2017 in die Filiale zurück. Die Waren befanden sich dort weiterhin im Sortiment.

Animals Asia Gründerin und CEO, Jill Robinson MBE, sagte:
Viele Tierfreunde werden enttäuscht sein, wenn sie herausfinden, dass für Carrefour Profit wichtiger ist, als das Wohlergehen der chinesischen Hunde. Wir haben Carrefour mit unseren Untersuchungsergebnissen konfrontiert, die zeigen, dass auf jeder Stufe der Hundefleisch-Produktion Gesetze gebrochen, Grausamkeiten begangen werden und erhebliche Gesundheitsrisiken bestehen. Doch der Verkauf von Hundefleischprodukten geht weiter.“
 
„Es ist eine gängige Praxis, dass der Westen Chinas Hunde- und Katzenfleischhandel kritisiert, aber hier profitiert ein europäischer Supermarkt offen davon.“
 
„Carrefour hatte bereits jede Gelegenheit, sich von dem Hundefleischhandel zu distanzieren und den Verkauf von Hundefleisch zu stoppen, doch stattdessen ziehen sie aus der Grausamkeit Profit. Für Carrefours Kunden in Europa wird es ein Schock sein zu erfahren, dass sich das Unternehmen dem Thema Tierquälerei keinerlei Beachtung schenkt. “

Animals Asias Tierschutzdirektorin für Hunde und Katzen fügt hinzu: 
„Wenige Menschen in China erwarten, Hundefleischprodukte in Supermärkten zu finden. Nur eine Minderheit verzehrt heute noch Hunde- und Katzenfleisch.  Für junge Leute und Menschen der Mittelschicht ist es eine überholte Tradition. Viele andere Ketten beweisen, dass Supermärkte diesen Markt nicht bedienen müssen.“
 
„Das Letzte, was chinesische Tierschutzorganisationen brauchen, ist eine moderne internationale Supermarktkette, die den Konsum von Hunden und Katzen zur Normalität erklärt und eine Industrie unterstützt, bei der Grausamkeit und Kriminalität an der Tagesordnung sind. Das sendet eine völlig falsche Botschaft über die Grausamkeit der Industrie aus und stimmt nicht mit der Entwicklung im Land überein. Sowohl aus der ethischen als auch der geschäftlichen Perspektive, macht Carrefours Entscheidung keinen Sinn und wir hoffen, dass sie ihre Entscheidung noch einmal überdenken. “
In Medienberichten ist von etwa 10 Millionen geschlachteten Hunden die Rede. Doch in einer Langzeit-Untersuchung dieser Industrie fand Animals Asia keine Hinweise darauf, dass es Farmen zur Züchtung von Hunden in dieser Größenordnung gibt.
 
Dieses Ergebnis stützt auch die langjährige Behauptung, dass ein Großteil der geschlachteten Hunde gestohlene Haustiere und Streuner sind, die von den Straßen weggefangen werden. Die meisten Hunde haben nie Impfungen oder einen Gesundheitscheck bekommen, bevor sie geschlachtet werden. Es gibt Bedenken, was die Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung angeht, zumal viele Tiere bei der Gefangennahme mit Cyanid vergiftet werden.
 
Hundediebstähle werden selten polizeilich geahndet. Um sich dagegen zur Wehr zu setzen, greifen immer mehr Chinesen zu Selbstjustiz. Jedes Jahr kommen dadurch zahlreiche Menschen ums Leben – auch Hundebesitzer wurden bei dem Versuch, ihren vierbeinigen Freund zu schützen, von Hundefängern getötet.

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