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Walschützer kämpft auch mit der Bibel in der Hand gegen den Genozid an 20.000 Delfinen in Japan

Offener Brief an den ersten katholischen Japanischen Ministerpräsidenten Taro Aso
Radolfzell – Mit einer weiteren außergewöhnlichen Aktion protestiert der aus Radolfzell stammende Tierschützer Andreas Morlok (42) gegen die vor ein paar Tagen in Japan begonnene Delfintreibjagd, bei der Tausende Delfine getötet werden. Morlok richtet sich mit einem offenen Brief an den erst seit September im Amt befindliche und ersten katholischen japanischen Regierungschef Taro Aso und möchte ihm nicht nur ins Gewissen reden, sondern auch an seinen Glauben erinnern.

Der Tierschützer zitiert Passagen aus dem alten Testament und erinnert daran, dass Gott die Wale erschaffen und gesegnet hat, damit sie sich im Wasser der Meere vermehren können. Von Gott gesegnete walartige Tiere massenhaft aus rein kommerziellen Gründen zu töten und sie an profitorientierte Delfinarienbetreiber zu verkaufen, bezeichnet Morlok als einen Anschlag auf die Schöpfung Gottes.

Damit die Botschaft des Tierschützers zur sofortigen Beendigung der Delfin- und Waltötungen beim japanischen Ministerpräsident auch tatsächlich ankommt, schickte er seinen Brief nicht nur an ihn persönlich nach Tokio, sondern auch an alle 160 japanische Botschaften in aller Welt.

Andreas Morlok: „Seit Jahren protestiere ich gegen den japanischen Delfin- und Walfang. Zehntausende Unterschriften habe ich dagegen gesammelt. Fast 10 000 Kilometer legte ich bei meinen Protestaktionen gegen den Walfang zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit einem Kajak zurück. Zuletzt protestierte ich zusammen mit mehreren Tierschutzvereinen am Internationalen Dolphin-Day vor dem japanischen Konsulat in München gegen den Genozid der Delfinarien-Industrie in Japan. An den fürchterlichen Massakern hat sich jedoch bis heute nichts verändert. Ich hoffe, dass ich mit diesem Brief das Herz und den Verstand des Herrn Aso erreiche“.

Global denken und lokal handeln lautet deshalb die Devise des Tierschützers, der sich nicht alleine auf die Einsicht des japanischen Ministerpräsidenten verlassen möchte. Morlok: „Was die Zukunft der Cetaceen betrifft, bin ich voller Hoffnung, denn das Bewusstsein für den Schutz dieser Tiere hat sich in den letzten Jahren in vielen Gesellschaften enorm gewandelt. Ich bin davon überzeugt, dass wenn es weltweit keine Delfinarien mehr gibt, die grausame Delfinschlachterei in Japan für die dortigen Fischer nicht mehr lukrativ genug wäre und dann eingestellt werden müsste. Artgerecht kann nur das Meer sein und für mich trägt jeder, der ein Delfinarium besucht, eine indirekte Mitschuld an den furchtbaren Delfinfängen. In Europa stammen von den insgesamt etwa 230 in Gefangenschaft gehaltenen Delfinen die Hälfte aus den Weltmeeren, zumeist aus Mittel- und Südamerika, da die jahrzehntelangen europäischen Zuchtbemühungen fast kläglich gescheitert sind. Nirgendwo in Europa gibt es Nachzuchten in der 3. Generation. Die weltweite Delfinarien-Industrie hält diese Treibjagden in Japan mit ihrer Nachfrage und der Bezahlung von bis zu 150 000 Euro für einen einzelnen Delfin am Leben. Für einen toten Delfin erhalten die Fischer gerade einmal 400 Euro.

Zusammen mit dem deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) engagiere ich mich für die Schließung aller Delfinarien nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU. Im Delfinarium in Münster stehen den elf Tieren (fünf Delfine und sechs Seelöwen) eine Wasserfläche von 540 qm2 zur Verfügung. Das entspricht für jedes Tier gerade mal eine Fläche von 7 x 7 Meter! Die Tiefe der Becken beträgt nur wenige Meter. Das ist Tierquälerei, denn die winzigen Becken der Delfinarien können keinen artgerechten Lebensraum für diese Tiere bieten, wenn man bedenkt, dass Delfine im Meer bis zu 100 Kilometer am Tag weit schwimmen und bis zu 500 Meter tief tauchen können.

Mehrere Tausend Mitstreiter und 200 Tierschutzorganisationen solidarisierten sich bereits mit uns und es entstand in kürzester Zeit die größte Anti-Delfinarien-Bewegung, die es je in Deutschland gegeben hat. Nach der in wenigen Wochen stattfindenden Schließung des Delfinariums im Heide-Park in Soltau (der Betreiber: „Meeressäugetiere können in Delfinarien nicht artgerecht gehalten werden“), berät im November auch der Deutsche Bundestag über einen Antrag von Bündnis90/Die Grünen – „Die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich zu beenden“. Zudem kündigten die SPD und die CSU noch Gesetzesänderungen für nächstes Jahr an. Dies ist ein schon längst notwendiger Schritt, um die internationale Glaubwürdigkeit für die Bundesregierung wieder herzustellen. Man kann ja nicht andere Länder für ihren kommerziellen Wal- und Delfinfang verurteilen und selbst Meeressäuger für kommerzielle Interessen der Delfinarienbetreiber einführen. Die Zeit der Delfinarien in Deutschland scheint bald vorbei zu sein. Ich hoffe, dass der Funke der Delfinarienproteste nun auch in andere Länder überspringt und nicht nur alle der etwa 40 in Europa existierenden Delfinarien geschlossen werden, sondern noch viel mehr dieser Anlagen in der ganzen Welt.

Hoffnungen setze ich trotzdem auf die Einsicht des neuen japanischen Ministerpräsidenten Taro Aso, dass die jetzigen Delfinexporte von Japan an Delfinarien u. a. nach China, Philippinen, Dominikanische Republik und der Türkei die letzten waren und in Zukunft der jährliche tausendfache Mord an Delfinen nicht mehr stattfindet. Wie mir der amerikanische Tierschützer Richard O`Barry, der Ex-Delfintrainer aus der TV-Serie „Flipper“, mitteilte, wird es Anfang nächsten Jahres einen mit seiner Mithilfe entstandenen Kinofilm über den Massenmord an Delfinen in Japan geben, der nach seiner Einschätzung die Welt mehr als erschüttern wird“.



Offener Brief an den ersten katholischen Japanischen Ministerpräsidenten Taro Aso

Sehr geehrter Ministerpräsident Taro Aso,

Mit diesem offenen Brief möchte ich mich in der Sache Delfin- und Walfang Ihres Landes an Sie wenden. Letztes Jahr besuchte ich die UNO in New York, genauer gesagt, das Umweltschutzprogramm der Vereinten Nationen UNEP, welches das Jahr 2007 und 2008 zum Schutzjahr für die Delfine ausgerufen hatte. Bei meinen Gesprächen brachte man mir auch die Hoffnung zum Ausdruck, dass sich bei einem japanischen Regierungswechsel die Ansichten Japans zum Delfin- und Walfang grundlegend verändern könnte. Diese Hoffnungen wurden von Ihrer Vorgängerregierung unter dem Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda jedoch nicht erfüllt und der angebliche wissenschaftliche Walfang und auch der Genozid an den Delfinen in Ihren Küstengewässern wird bis heute fortgesetzt.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Taro Aso, ich appelliere hiermit an Ihren Glauben und möchte Sie bitten, einmal in sich zu kehren und dabei Folgendes zu beachten.

In der Bibel findet sich im 1. Buch Mose (Genesis) ein Abschnitt, der wie folgt lautet:

„Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer,...“

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Taro Aso, sicherlich haben Sie Kenntnis darüber, dass Delfine mit ihren etwa 40 Arten zu der größten Familie der Wale zählen. Gott hat diese Tiere gesegnet und hat sie dazu erschaffen, fruchtbar zu sein und die Meere zu füllen. Die uns anvertraute Herrschaft über die von Gott gesegneten Tieren ist mit Sicherheit kein Freifahrtschein, diese Tiere aus rein kommerziellen Gründen zu töten und sie an profitorientierte Delfinarienbetreiber zu verkaufen. Die Dezimierung der Wale durch den früheren kommerziellen Walfang, der hauptsächlich von den westlichen Ländern betrieben wurde, war auch schon damals ein Anschlag auf die Schöpfung Gottes. Zum Glück wurde noch vor dem völligen Verlust dieser Arten die Notbremse gezogen und das Walfangmoratorium 1986 eingeführt.

Ihr Land scheint jedoch nichts aus den früher begangenen Fehlern hinzu gelernt zu haben und duldet und unterstützt es, bedrohte Walartige aus dem Meer zu holen, Delfine als Dünger auf die Felder zu schmeißen und sie an Delfinarien in aller Welt zu verkaufen, in denen sich diese von Gott gesegneten Tiere nicht vermehren können, ja vor lauter Verzweiflung gar Harakiri begehen und sich selbst töten, weil sie für dieses Leben in Gefangenschaft nicht geschaffen wurden.

Die Delfine sterben in Ihrem Land einen grausamen Tod. Die Buchten sind rotgefärbt vom Blut dieser dem Mensch gegenüber so freundlich gesonnenen Tieren. Vor lauter Stress bringen die fast ohnmächtigen Delfin-Mütter noch ihre Kälber auf die Welt, dessen Licht diese aber nicht mehr erblicken können, weil sie von Ihren Landsleuten mit Lanzen und Messern abgestochen werden. Sie selbst wissen es zu genau, dass dies mit einer alten Tradition nichts zu tun hat, sondern mit skrupelloser Raffgier Einzelner, die den Ruf Ihrer stolzen Nation in der ganzen Welt beschädigen. Ich möchte an Ihren katholischen Glauben erinnern und appelliere an Sie mit der dringlichen Bitte: Setzten Sie all Ihre Möglichkeiten dazu ein, den Export von Delfinen in andere Länder und den jährlichen tausendfachen Genozid an den von Gott gesegneten Delfinen und Walen umgehend zu beenden!

Mit freundlichen und erwartungsvollen Grüßen

Andreas Morlok

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