Nachrichten aus der Region

 

Akzeptanz für Etappe 3 des Sachplanverfahrens vorhanden

Bülach - Für die 18. Vollversammlung der Regionalkonferenz Nördlich Lägern fanden sich am Samstag rund 70 Teilnehmer in Niederwenigen ein. Themen waren der Entscheid des ENSI, Nördlich Lägern für Etappe 3 vorzuschlagen, die Gesellschaftsstudie sowie die Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplanten Oberflächenanlagen.

Im Dezember 2016 gab das Eidgenössische Nuklearinspektorat (ENSI) bekannt, dass es die Region Nördlich Lägern bei der Suche für ein Tiefenlager weiter untersuchen will. Damit stellte sich die Aufsichtsbehörde gegen die Empfehlung der Nagra, die Nördlich Lägern nicht in die Etappe 3 des Sachplanverfahrens nehmen wollte. Bastian Graupner vom ENSI begründete den Entscheid gegenüber den Teilnehmern: Die von der Nagra getroffenen Annahmen seien zu pessimistisch, beim Standort Lägern Nord könne zum heutigen Zeitpunkt durch Daten nicht bewiesen werden, dass er für ein Tiefenlager ungeeigneter sei als andere Standorte.

Die Nagra bleibt, laut ihrem Geschäftsleitungsmitglied Piet Zuidema, bei ihrer Einschätzung, dass Nördlich Lägern für ein Tiefenlager ungünstiger sei als die Regionen Zürich Nordost und Jura Ost. Er kann aber die unterschiedliche Interpretation des Gebirgsmodell durch das ENSI nachvollziehen. Zu den bevorstehenden vertieften Untersuchungen der Region Nördlich Lägern bemerkte er: „Wir werden Nördlich Lägern mit der gleichen Sorgfalt wie die anderen möglichen Standortgebiete weiter untersuchen.“

Standortentscheid zur Oberflächenanlage bis 2018

„Nördlich Lägern ist ab sofort im Sachplanverfahren wieder voll dabei“, stellte Simone Brandner vom Bundesamt für Energie fest und legte die weiteren Schritte zum Abschluss der Etappe 2 dar, die bis Ende 2018 dauert. Dazu gehört auch, dass sich Nördlich Lägern auf einen einzigen Vorschlag für einen Standort einer Oberflächenanlage einigt. Zurzeit kommen dafür Stadel Haberstal und Weiach in Frage.

Bevor über Schachtkopfanlagen, die weiteren Arbeiten der Gesellschaftsstudie und die Umweltverträglichkeitsprüfung informiert wurden, hatten die Teilnehmer der Regionalkonferenz ausführlich Zeit, sich in Gruppen über ihre Einschätzung des ENSI-Entscheids zu unterhalten. Dabei zeigte sich, dass das Vertrauen in den Sachplanprozess bei der Mehrzahl weiterhin vorhanden ist. Das Votum „regionale Partizipation, jetzt erst recht“ fand viel Unterstützung, jedoch verbunden mit der Forderung, etwas bewirken zu können. Ebenfalls wünschen sich die Mitglieder  Kontinuität in der personellen Besetzung für die Etappe 3, um das gesammelte Erfahrungswissen nicht zu verlieren. Bei einer starken Minderheit konnte der Verdacht, dass der ENSI-Entscheid politisch motiviert ist, jedoch nicht ausgeräumt werden.

Die nächste Vollversammlung der Regionalkonferenz findet am 27. Juni 2017 statt. Dann diskutiert die Regionalkonferenz unter anderem über die Ergänzung zum Schlussbericht zu Etappe zwei.

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