| Konzertmeister Ulrich Poschner in Prokovjews Violinkonzert Nr. 1 |
| 08. Januar 2010 |
Mit seinem ersten Konzertzyklus im neuen Jahr beschwört das Aargauer Symphonie Orchester ASO unter der Leitung von Douglas Bostock die «Pastorale» von Ludwig van Beethoven. Dazu profiliert sich der ASOKonzertmeister Ulrich Poschner in Prokovjews Violinkonzert Nr. 1 in D-Dur als Solist. Dieser nennt das Werk eines der «bezauberndsten Violinkonzerte» der Musikgeschichte überhaupt – «wie aus einem Guss, einfach genial». Ulrich Poschner ist seit bald zwei Jahren 1. Konzertmeister des ASO. Er stammt ursprünglich aus München, studierte in Wien und machte sein Solistendiplom in Bern bei Igor Ozim. Das 1. Violinkonzert von Sergej Prokovjew liegt seinem Naturell. Die Spannkraft zwischen lyrischer Verträumtheit und leidenschaftlicher Groteske fordert nicht nur technische Brillanz, sondern auch eine hohe Musikalität und Empfindsamkeit. Für den Solisten ist das Anfangsthema des Konzerts – «sognando», «verspielt und schwärmerisch vorgetragen – ein Traum in allen Facetten». Poschner betont aber auch die Momente, in denen die klanglichen Grenzen der wunderbar klingenden Geige virtuos ausgereizt werden. Geboten wird ein Konzert zwischen «schwebend-träumenden Abschnitten und aberwitzigen Tempi». Näher kennen lernen kann man Ulrich Poschner in der Konzerteinführung «Bostock & Co.» im Gespräch mit Verena Naegele.Beethovens «Pastorale», die Symphonie Nr. 6 in F-Dur, gibt diesem Konzertzyklus das Motto vor. Sie zeugt einerseits von der grossen Naturliebe Beethovens, verwandelt diese aber nur ansatzweise malerisch in Musik. Die «Pastorale» atmet den Geist ländlicher Idylle, der heiteren Geselligkeit und des Sonnenscheins nach dem düsteren Gewitter. Besonders auffällig ist dabei die Fünfsätzigkeit, welche die übliche Dreisätzigkeit der Klassiker von innen heraus erweitert. Indem Beethoven jedoch die letzten drei Sätze ohne Pause ineinander übergehen lässt, ist die übergeordnete Dreiteiligkeit dennoch erhalten geblieben. Eröffnet wird dieser «pastorale» Konzertabend mit der Ouvertüre zu Dhyrns «Konradin» des Aargauer Komponisten Friedrich Theodor Fröhlich (1803-1836). Es ist dem ehemaligen ASO Chefdirigenten Räto Tschupp zu verdanken, dass Fröhlichs Orchesterwerke mittlerweile editorisch aufbereitet worden sind und aufgeführt werden können. Diese Ouvertüre hat Fröhlich während seiner glücklichen Studienzeit in Berlin komponiert. Man spürt darin den Schwung und die Lebensfreude des Studenten: Die stark punktierten Rhythmen und die «romantische» Bläserseligkeit sind typisch für Fröhlichs frühromantischen Stil. Aargauer Symphonie Orchester ASO A-3 / Januar «Die Pastorale» Theodor Fröhlich Ouvertüre zu Dhyrns «Konradin» (1803–1836) Sergej Prokofjew Konzert für Violine und Orchester Nr. 1, D-Dur, op. 19 (1891–1953) Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 6, F-Dur, op. 68 «Pastorale» (1770–1827) Solist: Ulrich Poschner Dirigent: Douglas Bostock Konzert-Orte: Muri, Festsaal Kloster Samstag, 16. Januar 2010, 19.30 Uhr Vorverkauf: Muri Info, Marktstr. 12, Muri Tel 056 670 96 63 ; www.murikultur.ch Aarau, Kultur & Kongresshaus Sonntag, 17. Januar 2010, 17 Uhr Dienstag, 19. Januar, 20 Uhr Vorverkauf: Buchhandlung Wirz Thalia, Hintere Vorstadt 18, Aarau Tel 062 832 38 38; aarau@thalia.ch Baden, Trafo-Halle Mittwoch, 20. Januar 2010, 20 Uhr Vorverkauf: NEUE AARGAUER BANK, Bahnhofplatz 1, Baden Verkauf am Schalter «Information» oder per Telefon via ASO-Geschäftsstelle: 062 834 70 00 Rheinfelden, Bahnhofsaal Freitag, 22. Januar 2010, 20 Uhr Vorverkauf: Tourismus Rheinfelden, Marktgasse 16, Rheinfelden Tel 061 835 52 00 Sitzplatzgenaue Reservation im Internet (Aarau und Baden) www.aso-ag.ch Konzerteinführungen «Bostock & Co.» mit Ulrich Poschner und Dr. Verena Naegele jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn. |




