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Forscher am Paul Scherrer Institut erhalten Titularprofessur an der Universität Basel
10. März 2010
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Mit der Ernennung von Thomas Jung und Frithjof Nolting vom Paul Scherrer Institut zu Titularprofessoren der Universität Basel erfährt die Zusammenarbeit zwischen der Universität Basel und dem Kanton Aargau im Bereich Nanowissenschaften eine weitere Stärkung.
Die Regenz der Universität Basel hat letzten November die zwei Wissenschaftler Thomas Jung und Frithhof Nolting zu Titularprofessoren der Universität Basel ernannt. Gestern fanden nun am Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen (AG) die Antrittsvorlesungen der zwei Forscher statt. Beide leiten seit Jahren eigene Forschungsgruppen am PSI und werden auch weiterhin am PSI ihrer Forschung im Bereich Nanophysik nachgehen. Jung und Nolting sind damit die ersten zwei Basler Physik-Professoren, die ihre Forschungstätigkeit hauptamtlich im östlichen Nachbarkanton ausüben. Neu ist insbesondere, dass künftig ein Teil ihrer Forschungsarbeit aus der Argovia- Forschungsinitiative, also mit Beiträgen des Kantons Aargau, finanziert wird.

Die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen der Universität Basel und dem PSI auf dem Gebiet der Nanowissenschaften ist ein wichtiges Anliegen des Kantons Aargau. Zur Förderung der Innovation und des Wissenstransfers in die regionale Wirtschaft leistet der Aargau seit 2006 einen jährlichen Beitrag von fünf Millionen Franken an das Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel. Ein Teil dieser Mittel soll für gemeinsame Projekte mit dem PSI, der FHNW und der Industrie verwendet werden. Die Ernennung der zwei Titularprofessoren ist ein wichtiger Schritt zum weiteren Ausbau dieses Netzwerks.

Entsprechend hochkarätig sind die Zuschauerreihen während der Antrittsvorlesung besetzt. Neben Peter Meier-Abt, Vizerektor Forschung der Uni Basel begrüsst PSI-Direktor Joël Mesot den Vertreter des Kantons Aargau Alexander Hofmann.

Vizerektor Meier-Abt sieht in der Zusammenarbeit ein viel versprechendes Modell: „Die Öffnung der Universität Basel in Richtung wirtschaftsnahe Forschung ist eine wichtige Entwicklung. Der zukunftsträchtige Bereich Nanowissenschaften bringt dafür ideale Voraussetzungen mit. Wir nutzen bereits zahlreiche Synergien mit den Nachbarn im Elsass und in Südbaden. Wir sind froh über die zusätzliche Öffnung in Richtung Osten. Wir versprechen uns durch diese institutionalisierte Forschungskooperationen mit dem PSI eine Ausweitung der Stellung des Swiss Nanoscience Instituts als international anerkanntes Exzellenzzentrum.

Dr. Alexander Hofmann, Leiter Stab Hochschulen im Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau stellt fest, dass mit der Ernennung der beiden Titularprofessuren ein wichtiger Schritt auf dem Weg von den hehren forschungspolitischen Deklarationen zur gelebten Praxis gelungen ist. Das Swiss Nanoscience Institute kommt so seiner Aufgabe nach, die Forschungskompetenzen der Region im Argovia-Netzwerk zu bündeln und bringt damit grossen Mehrwert.

Prof. Christian Schönenberger, Direktor des Swiss Nanoscience Institute, ist stolz auf die forschungspolitische Pionierleistung seines Instituts. Zusammen mit 50 Mitarbeitenden ist er im gecharterten Car angereist. „In der Spitzenforschung sind gewinnbringende Zusammenarbeiten Match-entscheidend“ meint er.

Das Swiss Nanoscience Institute (SNI) ist ein weltweit renommiertes Kompetenzzentrum für Nanowissenschaften an der universität Basel. Das SNI ist aus dem Nationalen Forschungsschwerpunkt „NCCR Nanoscale Science“ hervor gegangen und wird vom Kanton Aargau im Rahmen der Argovia-Forschungsinitiative mit einem jährlichen Beitrag von fünf Millionen Franken unterstützt. Zentralen Mehrwert in der Argovia-Forschungsinitiative bilden die Synergien beim Wissens- und Technologietransfer.

Das Paul Scherrer Institut entwickelt, baut und betreibt grosse und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verfügung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Festkörperforschung und Materialwissenschaften, Elementarteilchenphysik, Biologie und Medizin, Energie- und Umweltforschung. Mit 1300 Mitarbeitenden und einem Jahresbudget von rund 260 Mio. CHF ist es das grösste Forschungsinstitut der Schweiz.
 

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