Studierende der HTWG organisieren Modenschau mit ökologisch und sozial verantwortbarer Kleidung
Ein Laufsteg im Kommunalen Kulturzentrum K9? Eine Veranstaltung der besonderen Art begeisterte hier rund 100 Besucher. BUND Konstanz und das Career Project Center der HTWG hatten zur „Nachhaltigen Modenschau“ geladen. Laien-Models zeigten Freizeitkleidung genauso wie Abendgarderobe, Taschen, Mützen und Schmuck. Die Botschaft des Abends: Nachhaltige Mode ist tragbar und macht Spaß.
Vier Studentinnen und zwei Studenten der Betriebswirtschaftslehre hatten sich im Seminar Projektmanagement mit der Organisation der Schau nachhaltiger Mode beschäftigt. Der BUND Konstanz, der bereits des öfteren mit dem Career Projekt Center der HTWG zusammengearbeitet hat, hatte den Impuls hierfür gegeben. „Zuallererst mussten wir klären, was unter nachhaltiger Mode zu verstehen ist“, erläutert die Studentin Julia Dirks. Gemeinsam mit dem UND-Geschäftsführer Thomas Schaefer haben die Studenten Nachhaltigkeitskriterien definiert. „Uns interessierte zum Beispiel, unter welchen sozialen Arbeitsbedingungen die Kleidung hergestellt wird, ob die Arbeiter ein angemessenes Gehalt bekommen und Arbeitszeitregeln eingehalten werden“, sagt die Studentin. Auch ökologische Aspekte wie der Einsatz von Chemikalien bei der Stoffproduktion spielten eine Rolle.
Sechs Konstanzer Geschäfte, die mit ihren Produkten die Kriterien erfüllt haben, beteiligten sich an der Modenschau. Sie präsentierten im K9 Mode aus biologischem Anbau, zweiter Hand, fairem Handel oder aus recycelten Materialien. Die Studierenden der HTWG hatten mit viel Liebe zum Detail einiges aufgeboten und eine Show mit Musik, Licht und Infopräsentation zusammengestellt. BUND-Geschäftsführer Thomas Schaefer führte durch das rund dreiviertelstündige Programm und ergänzte die Vorstellung der Bekleidungsgeschäfte mit Visionen einer nachhaltigen Einkaufswelt im Jahr 2025. Ein Lebensstil, der lokal handelt und global denkt, ist auch heute schon problemlos möglich, das konnten alle Besucher sehen. Vervollständigt wurde der Abend mit einem Auftritt der Stundentenband „Sounds for Amie“, die mit einer ungewöhnlichen Kombination aus Gitarre, Geige und Percussion und selbst geschriebenen Songs überraschte.
Das Projekt der Studierenden findet seinen Abschluss am 22. März. Dann zeigt das K9 um 20 Uhr den Film „China Blue“, der am Beispiel einer jungen Arbeiterin die Arbeitsbedingungen in chinesischen Bekleidungsfabriken darstellt. |