| Kunst aus dem Gefrierschrank |
| 04. Februar 2010 |
Die vierte Ausgabe der Ausstellungsreihe von IRBIS, dem Kunstraum aus Schnee in Samedan, überrascht mit Eisbüsten des bekannten Schweizer Künstlers Franticek Klossner.Eine Installation aus Eisbüsten von Franticek Klossner markiert einen weiteren Höhepunkt in der Ausstellungsreihe „Eingefroren, Festgehalten? Von der Vergänglichkeit der Identität“ im Kunstraum IRBIS. Indem die aus Eis geschaffenen Kunstwerke den Temperaturen ausgeliefert sind und sich somit von Tag zu Tag verändern, verdeutlicht Klossner seinen Identitätsbegriff: Alles ist im Fluss; auch der Mensch und seine Identität. Kunst und Natur werden Eins Vergänglichkeit und Transformation werden den Schneeraum während dieses Ausstellungswochenendes prägen. Für die Besucher wird es besonders interessant sein zu beobachten, wie sich die Eisplastiken verformen oder begünstigt durch frostige Temperaturen ihrer Umwelt standhaft trotzen. In ihrer stillen und poetischen Umsetzung verbinden sich Kunstwerk und Ausstellungsraum zu einem grossen Ganzen, das sich wiederum einmalig in die verschneite Engadiner Landschaft einfügt. In der Betrachtung dieser Eis gewordenen Interpretation des Zeitbegriffes bekommt eine zentrale Aussage von Franticek Klossner eine philosophische Tragweite: ,,Ein Individuum gibt es nicht, wir sind flüssige Identitäten“. Ein Konzept mit Zukunft Franticek Klossner nimmt im diesjährigen Ausstellungsprogramm von IRBIS eine tragende Rolle ein: IRBIS bietet jungen und aufstrebenden Schweizer Kunstschaffenden eine professionell kuratierte Ausstellungsplattform. Da mit den Jungkünstlern auch ein bereits etablierter Name der Kunstszene ins Programm aufgenommen wird, können beide Seiten nachhaltig profitieren: Die Jungkünstler gewinnen zusammen mit dem bekannten Kunstschaffende wertvolle Ausstellungserfahrung und der etablierte Künstler erhält durch den Kontakt mit den Newcomern spannende und frische Impulse. |





