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Vorsicht vor Asbest bei Sanierungen
Geschrieben von: IG BAU   
15. November 2011
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IG BAU: Hausbesitzer sollen mit Amt für Arbeitsschutz zusammenarbeiten

Gefahr in der Luft: Bei der Asbest-Beseitigung sollten Hausbesitzer mit dem Amt für Arbeitsschutz zusammenarbeiten. Darauf hat die IG BAU hingewiesen. Für Bauarbeiter sei der Atemschutz dann ein Muss. (Foto: Petra Berger)Gefahr in der Luft: Wer bei Sanierungs- und Abrissarbeiten die Asbest-Gefahr aus den Augen verliert, geht ein hohes Risiko ein. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt Südbaden hingewiesen. „Zwar ist Asbest seit 1993 verboten. Aber die überwiegende Zahl der Häuser, die im Kreis Konstanz jetzt saniert werden, sind älter. Ob in Nachtspeicherheizungen, Abdeckplatten oder im Bodenbelag – krebserregende Asbestfasern sind bei diesen Gebäuden nach wie vor eine große Gefahr für Bauarbeiter, aber auch Hausbesitzer“, warnt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Südbaden, Armin Hänßel.

„Luftdicht versiegelt ist Asbest selten eine Gefahr. Aber beim Abriss oder Umbau werden die feinen Fasern aufgewirbelt. Mit Pech reicht da schon ein einziger Atemzug, um dann nach Jahren an Asbestose, Lungen- oder Kehlkopfkrebs zu erkranken“, sagt Armin Hänßel. Der Gewerkschafter empfiehlt Hausbesitzern im Kreis Konstanz die Zusammenarbeit mit dem Amt für Arbeitsschutz: „Wer vor Beginn der Bauarbeiten die Behörden informiert, ist auf der sicheren Seite. Um letzte Zweifel zu beseitigen, reicht ein kurzer Baustellen-Check in den meisten Fällen schon aus. An dieser Stelle besonders vorsichtig zu sein, kann im Extremfall Leben retten.“

Für die Entsorgung der krebserregenden Fasern gebe es Spezialfirmen mit besonders geschultem Personal, betont Hänßel. Und wenn Asbest in der Luft liegt, seien Schutzkleidung und Atemmaske ein Muss. Allein im letzten Jahr erkrankten nach Angaben der Berufsgenossenschaften 279 Menschen in Baden-Württemberg an Krankheiten, die durch Kontakt mit Asbest hervorgerufen wurden, davon 78 im Baugewerbe. 33 Bauarbeiter in Baden-Württemberg starben an Asbestose.

 
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