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Sieger des landesweiten Präventionspreises „Mobbing + weggeschaut = mitgemacht!“ ausgezeichnet
17. Juli 2010
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Innenminister Heribert Rech: „Mobbing beschäftigt Kinder und Jugendliche“
Der Beitrag Projektdokumentation, Video-AG der Beethovenschule Singen wurde am 15.07.2010 im Europapark Rust  prämiert.„Wer dachte, Mobbing sei kein Problem für Kinder und Jugendliche, wurde jetzt eines Besseren belehrt.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Donnerstag, 15. Juli 2010, im Europa-Park in Rust bei Freiburg, bei der Verleihung des Präventionspreises 2010. Kein Thema der sieben landesweiten Präventionswettbewerbe habe in den vergangenen Jahren auch nur annähernd eine solch hohe Beteiligung erreicht, nicht einmal die Thematik Alkoholmissbrauch.

Beim diesjährigen Wettbewerb mit dem Titel „Mobbing + weggeschaut = mitgemacht“ des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kultus- und dem Innenministerium, dem Städte- und dem Gemeindetag sowie der Polizei Baden-Württemberg hätten sich Kinder und Jugendliche konstruktiv und kreativ damit auseinandergesetzt. Von 96 eingereichten Einzelprojekten habe eine Jury aus Vertretern der Kooperationspartner als Sieger zehn Schulklassen, Jugend- und Ausbildungsgruppen ausgewählt und in den Europa-Park nach Rust eingeladen. „Wenn Gleichaltrige mit vernünftigen Argumenten und vor allem auf vielfältige Art und Weise darstellen, weshalb es bei Mobbing nur Verlierer gibt, wird das von Kindern und Jugendlichen eher wahrgenommen und akzeptiert“, sagte Innenminister Rech. Dies wirke eindringlicher als der erhobene Zeigefinger eines Erwachsenen. Hinsehen statt wegschauen - die Preisträger hätten diesen Grundsatz eindrucksvoll umgesetzt. Mehr als 1.400 Kinder und Jugendliche (2009: 300) hätten sich auf die verschiedenste Art und Weise mit der Thematik auseinandergesetzt und sich dabei äußerst kreativ gezeigt. Neben Collagen, Interviews, Umfragen und Fotostories seien in diesem Jahr sogar ein Kunstobjekt und ein Spielfilm in professioneller Qualität unter den prämierten Projekten. „Besonders freut mich, dass neben den vielen Facetten auch konkrete Lösungsmöglichkeiten erarbeitet wurden, um Mobbing erst gar nicht entstehen zu lassen“, sagte der Innenminister.

„Im Einzelhandel mit seinen rund 270.000 Beschäftigten und 17.000 Auszubildenden allein in Baden-Württemberg stehen der faire Umgang miteinander und der Respekt füreinander an erster Stelle. Das gilt für die Mitarbeiter genauso wie für die Millionen Kundenkontakte, die wir jeden Tag in unseren Geschäften haben. Deshalb ist es notwendig, junge Menschen frühzeitig auf diesem Weg in ein Miteinander statt in ein Gegeneinander zu begleiten. Ich bin sicher, dass sich unser Engagement für diese Aktion später positiv für die ganze Gesellschaft auszahlt“, betonte der Präsident des baden-württembergischen Einzelhandelsverbands, Horst Lenk.

„Für Mobbing darf es in dieser Gesellschaft keinen Platz geben. Die Titel der beiden prämierten Musikstücke bringen es auf den Punkt: Schau nicht weg! - ein Appell, der zukünftig hoffentlich viele Nachahmer in unserer Gesellschaft finden wird“, so Rech.

Unterstützt wurde der Wettbewerb auch in diesem Jahr von der Edeka Südwest, dem Europa-Park, der SIGNAL IDUNA Versicherungsgruppe sowie den Firmen Hirsch Süßwaren und Jacoby Fruchtsäfte.

Die Gewinner des diesjährigen Präventionspreises „Mobbing + 
weggeschaut = mitgemacht“ (Reihenfolge alphabetisch nach dem
Herkunftsort)lauten:
Film „Mobbing“ (drei Episoden)
Klasse 8b des Otto-Hahn Gymnasiums, Böblingen
Anti-Mobbing-Arbeitsbuch
Klasse 6 der Heylin-Schule, Königsbach-Stein
Rap-Song „Schau nicht weg!“
Soziale Rechtspflege Ortenau, Lahr
Kunstobjekt „Mobbing“
Bernadette Binner und Katharina Assmann, Laupheim
Film „Stück für Stück“
Auszubildendengruppe der EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH,
Offenburg
Präsentation „Mobbing“
Jugend-Rot-Kreuz , Riegel
Rocksong „Schau nicht weg“
Schülerband "Verplant", Klangwerkmusikschule, Schwäbisch Hall
Projektdokumentation
Video-AG der Beethovenschule, Singen
„Mobbing-Ratgeber“
Klasse 9a der Förderschule St. Georgen, St. Georgen
Spielfilm „Wie weit noch?“
Klasse 7a der Freien Waldorfschule Engelberg, Winterbach

Weitere Informationen unter www.time4teen.de.
 

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