| Täglicher Alkoholkonsum begünstigt Übergewicht |
| Geschrieben von: M.O.B.I.L.I.S. |
| 01. März 2010 |
Das beliebte Feierabendbier steigert den Appetit und blockiert die FettverbrennungFreiburg - Die Gefahren von chronischem Alkoholkonsum sind hinlänglich bekannt: Schädigungen der Organe (an erster Stelle die Leber), Suchtpotential und Krebserkrankungen. Doch es gibt noch weitere überzeugende Gründe, den Genuss alkoholischer Getränke einzuschränken. Prof. Dr. Michael Hamm, Ernährungswissenschaftler und Ratgeberautor aus Hamburg, erklärt: „Alkohol ist fast doppelt so kalorienreich (7 kcal/g) wie Kohlenhydrate (4 kcal/g) und wird ähnlich wie Fett im Körper verwertet. Wenn Alkohol abgebaut werden muss, wird der Fettabbau im Körper zurückgestellt.“Regelmäßiger Alkoholkonsum ist damit bei der Entstehung von Übergewicht nicht zu vernachlässigen, wie das folgende Rechenbeispiel zeigt: In einer Flasche Bier (0,5 l) stecken etwa 210 Kilokalorien beziehungsweise 20 Gramm Alkohol. Das entspricht laut aktueller D-A-CH-Referenzwerten der akzeptablen Alkoholmenge für einen gesunden Mann am Tag. Verzehrt man diese Menge jeden Abend über seinen täglichen Energiebedarf hinaus, so summiert sich das Feierabendbier rechnerisch zu einem stattlichen Energieumsatz von zirka 76.500 Kilokalorien und schlägt letztlich mit rund 11 Kilogramm innerhalb eines Jahres zu Bauche. Ein zusätzlicher negativer Aspekt für die Energiebilanz: Alkoholische Getränke steigern den Appetit, weshalb ein Aperitif vor dem Essen besonders ungünstig ausfallen kann. Hamms Tipp für die nächste Eröffnung eines festlichen Mahls: „Tomatensaft oder Gemüsecocktail. Das sättigt schon vor dem ersten festen Bissen, ist mineralstoffreich und wirkt fast wie eine kleine Vorspeise.“ Vor diesem Hintergrund empfiehlt Gastroenterologe und Suchtexperte PD Dr. Peter Deibert von der Uniklinik Freiburg: „Nicht nur während des Abnehmens sollte der Genuss alkoholischer Getränke eingeschränkt werden. Konkret bedeutet das: Möglichst unter der Woche verzichten und am Wochenende ein Glas trockenen Wein oder noch besser eine Weinschorle zum Essen genießen. Aber auch schon zwei alkoholfreie Tage pro Woche sind ein guter Anfang.“ Ein generelles Verbot hält Deibert dagegen für nicht sinnvoll, da dieses erfahrungsgemäß nur die Sehnsucht nach einem guten Tröpfchen fördere. Sowohl Hamm als auch Deibert gehören dem M.O.B.I.L.I.S.-Expertenteam an. Gemeinsam mit Kollegen aus den weiteren Fachdisziplinen Sportwissenschaft und Psychologie haben sie ein Konzept zur Behandlung starken Übergewichts entwickelt. Bundesweit wurden nach ihrer Methode bereits über 200 Abnehmgruppen eingerichtet. Den Experten geht es in ihrem Programm nicht darum, schnelle Gewichtserfolge zu erzielen, sondern langfristige Strategien zur Lebensstil-und Gewohnheitsänderung zu vermitteln. Der richtige Umgang mit Alkohol ist dabei ein nicht zu vernachlässigender Teilaspekt.
Interessenten für M.O.B.I.L.I.S.-Gruppen können sich bei der M.O.B.I.L.I.S.-Zentrale (Uniklinik Freiburg) unter Tel. 0761/503910 bewerben bzw. anmelden. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Bewerbung gibt es auch im Internet unter: www.mobilis-programm.de. |



