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ÖKO-TEST Babynahrung: Altbekannte Probleme trotz neuer Herstellungsverfahren
02. März 2010
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Babymenüs gibt es seit kurzem nicht mehr nur in Gläschen, sondern auch in bruchsicheren Kunststoffbechern zu kaufen. Neu ist zudem das Herstellungsverfahren: Die Zutaten werden einzeln schonend dampfgegart und erst danach gemischt und sterilisiert.

ÖKO-TEST hat nun überprüft, ob die neuen Babymenüs ebenso mit den beiden krebserregenden Stoffen Benzol und Furan belastet sind wie die Babygläschen, die das Frankfurter Verbrauchermagazin im vergangenen Jahr getestet hat. "Es zeigt sich, dass die Hersteller diese Probleme noch nicht in den Griff bekommen haben", resümiert Chefredakteur Jürgen Stellpflug. Benzol steckt in Spuren in allen Produkten, in einem Brei war der Gehalt an Benzol jedoch erhöht. Gleiches gilt für Furan, allerdings führten erhöhte bzw. stark erhöhte Gehalte in über der Hälfte der Produkte zur Abwertung.

Anlass zur Kritik gibt aber auch, dass Hersteller in fleischhaltigen Menüs an der teuren Zutat Fleisch sparen. Meist stecken nicht mehr als die acht Prozent Fleisch drin, die gesetzlich vorgeschrieben sind.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Rückstände von Pestiziden oder bedenkliche Keime konnten die beauftragten Labore nicht finden. Auch die Verpackung kommt ohne Weichmacher oder andere bedenkliche Stoffe aus.

Das Resümee von ÖKO-TEST: Trotz der gefundenen Schadstoffe müssen Eltern keine Panik haben, dass ihr Kind Schaden nimmt. Denn die gemessenen Furan- und Benzolwerte sind sehr gering. Trotzdem fordert das Verbrauchermagazin von den Herstellern, nach Möglichkeiten suchen, die Schadstoffgehalte durch geeignete technische Maßnahmen zu senken. Denn die Schadstoffe kommen nicht allein aus dem Babybrei, sondern den verschiedensten Quellen und können irgendwann das Fass zum Überlaufen bringen.

Die aktuelle Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins März 2010 gibt es seit dem 26. Februar 2010 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.


Veröffentlicht von pressrelations
 

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