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Berufliche Vorsätze 2017

Düsseldorf - Der Jahreswechsel steht bevor. Die neuen beruflichen Vorsätze für das kommende Jahr stehen bereits fest. 72% der Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen wollen ihr Fachwissen vergrößern. Im Bundesland Bremen sind es hingegen nur 29%. Die Arbeit lockerer zu sehen steht für die Berufstätigen in Berlin nicht im Fokus. Nur 30% der befragten Hauptstädter wollen es 2017 im Job ruhiger angehen lassen. In Nordrhein-Westfalen sind es 45%, in Mecklenburg-Vorpommern sogar 72%, die beruflich einen Gang zurückschalten möchten. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von Adecco, dem weltweit führenden Personaldienstleister, unter mehr als 2.000 Arbeitnehmern in Deutschland.

Der Jahreswechsel löst in vielen Köpfen das Bedürfnis nach Veränderungen aus. Zu keinem anderen Zeitpunkt ist die Motivation für Veränderungen höher. Auch im Job werden jetzt die Vorsätze für das kommende Jahr gefasst. Ob sich größeres Fachwissen aneignen (65%), mehr Gehalt einfordern (40%), befördert werden (23%), die Arbeit lockerer sehen (48%) oder das Privatleben mehr in den Vordergrund stellen (40%) – fast alle Arbeitnehmer in Deutschland (90%) haben Vorsätze für das nächste Job-Jahr.

Der Bundesländervergleich ergibt große Unterschiede: Befragte aus Schleswig-Holstein schauen im nächsten Jahr besonders deutlich auf den Lohnzettel: 64% geben an, dass sie 2017 mehr Gehalt einfordern werden. Dagegen wollen sich nur 12% der Bremer und 39% der Nordrhein-Westfalen im kommenden Jahr für mehr Lohn engagieren.

Besonders großen Wert auf die Vergrößerung ihrer fachlichen Kompetenz möchten die Berliner legen: 78% gaben an, dass dies ein Vorsatz für 2017 ist. Auch 72% der Nordrhein-Westfalen verfolgen diesen Plan. In Brandenburg sind es hingegen nur 40%, in Bremen gar nur 29%, die fachlich dazu lernen möchten.

Wenn es darum geht, 2017 die Arbeit lockerer zu sehen, sind die Bremer mit 22% Schlusslicht im bundesweiten Vergleich. Spitzenreiter sind die Arbeitnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern (72%), wenn es darum geht den Job nicht zu ernst zu nehmen. Nordrhein-Westfalen liegt mit 45% im Mittelfeld des Bundesländervergleichs.

36% der Arbeitnehmer aus Schleswig-Holstein möchten befördert werden. In Nordrhein-Westfalen sind es 22%. In Thüringen (6%) und Bremen (3%) ist der Wunsch, die Karriereleiter hinauf zu klettern, vergleichsweise klein.

Große Unterschiede gibt es auch, wenn es darum geht das Privatleben in den Vordergrund zu stellen: Mecklenburg-Vorpommern führt mit 61% den Bundesländervergleich an. In Brandenburg möchten hingegen nur 25%, in Nordrhein-Westfalen 38% den Fokus auf das Privatleben legen.

Doch nicht nur die Bundesländer, auch die Generationen unterscheiden sich deutlich in ihren beruflichen Vorsätzen: Obwohl in Zeiten des demographischen Wandels und der Digitalisierung der Begriff des „lebenslangen Lernens“ die öffentliche Diskussion bestimmt, wollen nur 33% der über 60jährigen ihr Fachwissen weiter vergrößern. Bei den 30- bis 39jährigen sind es 71%, bei den 14- bis 29jährigen gar 81%. Auch bei den Beförderungen ist der Unterschied groß: Wollen 38% der 14- bis 29jährigen den nächsten Karriereschritt machen, sind es bei den Ü-60-Arbeitnehmern nur noch 5%. Anders sieht es aus, wenn es darum geht die Arbeit zukünftig lockerer zu sehen: 54% der über 60jährigen möchten das eigene Berufsleben entspannter gestalten. Dem gegenüber haben nur 33% der 14- bis 29jährigen diesen Vorsatz für 2017.

Tags: Arbeitswelt

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