| Bringen wir unsere Talente in die Kirche ein |
| Geschrieben von: Erzdiözese Freiburg |
| 22. Februar 2010 |
Erzbischof Robert Zollitsch ruft Christen zu Engagement aufHirtenbrief von Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg): Glaubende bewegen und Vielfalt bereichert - Ehrenamt und EngagementNach Einschätzung von Erzbischof Zollitsch hat es offenbar schon zur Zeit des Apostels Paulus eine Gefährdung gegeben, der wir heute noch ausgesetzt sind: „Dass wir versucht sind, jemandem noch eine weitere Aufgabe zu übertragen, weil er eine andere bereits gut leistet. Dass wir Gefahr laufen, von jemandem, der uns bereitwillig den kleinen Finger reicht, gleich die ganze Hand zu fordern.“ Dies mache unzufrieden: „Schnell droht dann Überlastung. Was eigentlich Freude bereitet, wird auf einmal zur Bürde.“ Deshalb sei es - heute wie damals - entscheidend, „die Gaben, die in unseren Gemeinden und Seelsorgeeinheiten da sind, auch zu wecken und zu entdecken und dabei viele Talente mit einzubinden!“ Nach Überzeugung von Erzbischof Zollitsch darf das ehrenamtliche Engagement nicht aus reinem Zweckdenken gefördert werden. Dieser Verdacht werde auch in der Kirche immer wieder geäußert - gerade mit Blick auf zurückgehende Kirchensteuereinnahmen und die sinkende Zahl der Priester. Ehrenamtliche sollten jedoch nicht als Lückenbüßer herhalten und unentgeltlich leisten, was nicht mehr bezahlt werden könne. Das Zweite Vatikanische Konzil habe deutlich gemacht, „dass wir als Christen gemeinsam eine Sendung haben, das Evangelium zu leben“. Es könne nicht ausschließlich die Sache bestimmter Berufsgruppen oder des Priesters allein sein, das Evangelium zu verkünden und zu leben: „Es ist Auftrag aller Getauften und Gefirmten, Zeugnis für unseren Glauben abzulegen! Dies geschieht zu allererst im täglichen Lebensumfeld - bei der Arbeit, in der Freizeit oder im Verein, in Familie, Nachbarschaft und im Freundeskreis.“ Neben dem längerfristigen Engagement gewinne auch die Mitarbeit bei Projekten an Wert: „Es lohnt, auch Menschen mit einzubeziehen, die sich nicht länger binden können oder wollen. Wir dürfen auch für diesen projektbezogenen Einsatz dankbar sein. Denn der eigentliche Schatz unserer Kirche sind nicht prächtige Gebäude wie der Petersdom oder das Freiburger Münster.“ Der eigentliche Reichtum der Kirche seien „die Glaubenden, die die Botschaft des Evangeliums leben und in die Taten des Alltags übersetzen! Sie geben der Kirche ihr Gesicht und strahlen dadurch in die Welt aus.“
Der Wortlaut des Fasten-Hirtenbriefes ist nachzulesen unter www.erzbistum-freiburg.de. - Mit rund zwei Millionen Katholiken gehört das Erzbistum zu den großen der insgesamt 27 Diözesen in Deutschland.
Freiburg - Veröffentlicht von pressrelations |



