| „Kinder als Armutsrisiko – in Deutschland ein Skandal!“ |
| Geschrieben von: Erzdiözese Freiburg |
| 16. Januar 2012 |
Erzbischof Zollitsch zum Familiensonntag: Erziehung ist „Wert-Arbeit“ für GesellschaftFreiburg (pef) Erziehung ist nach den Worten von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) „Wert-Arbeit“: „Sie ist wert-volle Arbeit für die Zukunft der Gesellschaft“, heißt es in einer vom Erzbistum Freiburg verbreiteten Erklärung des Erzbischofs zum „Familiensonntag“, der (heute, 15.1) von der katholischen Kirche in Deutschland gefeiert wird. Diese „Wert-Arbeit“ und Grundaufgabe der Familie kann nach Überzeugung des Erzbischofs von Freiburg durch keinen Kindergarten und durch keine Schule ersetzt werden: „Sie kann immer nur ergänzt werden. Denn die Familie ist und bleibt die grundlegende Keimzelle der Gesellschaft.“ Familien als „Schule der Humanität“ schützen und stärkenDie Familie muss nach Ansicht von Erzbischof Zollitsch als die „Schule der Humanität“ geschützt und gestärkt werden: „Wir brauchen eine familienfreundliche und Familien fördernde Gesellschaft, die Rahmenbedingungen schafft, in denen die Familien ihre Aufgaben wahrnehmen können.“ In einer immer unübersichtlicher werdenden Welt dürfen Kinder und Jugendliche nach Ansicht des Erzbischofs von Freiburg nicht sich selbst oder dem „großen Einfluss der Medien“ überlassen werden: „Wir alle sind gefordert. Es geht ums Ganze. Kinder und Jugendliche brauchen vor allem ein verlässliches Netz tragender menschlicher Beziehung und von Werten geprägter Erziehung.“ Wenn Familien vielerlei gesellschaftliche Benachteiligungen hinnehmen müssen und „Kinder für manche Eltern nahezu ein Armutsrisiko darstellen“, ist das nach Überzeugung Zollitschs „im – nach wie vor – reichen Deutschland ein Skandal!“ Kriminologen-Studie über Jugendgewalt: Religion hat präventive KraftIn der Erklärung Zollitschs zum „Familiensonntag“ heißt es: „Wenn wir dem nicht entgegenwirken, entziehen wir unserer Gesellschaft die Grundlagen“. Die erste und wichtigste Botschaft der Familie an ein Kind laute: „Du bist willkommen!“ – „Du bist geliebt!“ Und: „Du wirst leben können!“ Die Familie sei „die erste Schule des Lebens, die die Kinder erfahren lässt, was es heißt, vor Gott und den Menschen Verantwortung zu übernehmen.“ Diese Ermutigung zum Leben durch die Familie sei „ein unersetzlicher Beitrag zur menschlichen Entwicklung und damit für ein tragfähiges Wertefundament für Kinder.“ Willkommen zu sein und gebraucht zu werden, seien „wichtige Türöffner zu einem gesunden Selbstbewusstsein und einem hoffnungsvollen Leben.“ Eltern packen – ob bewusst oder unbewusst – nach den Worten des Erzbischofs von Freiburg „den Proviant für den Lebensrucksack ihrer Kinder, füllen ihn mit mehr oder weniger brauchbaren Lebens- und Grundwerten.“ Der Erzbischof von Freiburg verweist zum „Familiensonntag“ auf das Ergebnis einer Studie: Professor Dr. Christian Pfeiffer, der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, kam zu dem Ergebnis: „Die Untersuchung zur präventiven Kraft der Religion bestätigt, dass die soziale Gemeinschaft, in der man aufwächst, hohe Relevanz für das eigene Verhalten erlangt. Je höher in einer Region der Anteil der Jugendlichen ist, die in einem von christlichen Normen und Werten geprägten sozialen Netzwerk aufwachsen, umso niedriger fällt die Jugendgewalt aus.“ |





