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Schwungvoll mit der Sichel gegen die Halme
29. August 2010
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Mit der Sichel hat Herbert Fuß aus Öfingen schwungvoll die Getreidehalme im landwirtschaftlichen Labyrinth auf der Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen geschnitten. (Foto: LGS)Historische Getreideernte auf der Landesgartenschau / Dinkelähren waren beliebte Souvenirs

Historische Getreideernte auf der noch bis zum 10. Oktober geöffneten Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen nach alter Sitte: Im landwirtschaftlichen Labyrinth wurden jetzt die dort gewachsenen Getreidesorten mit der Sichel in Handarbeit geschnitten und die Halme zu Garben gebunden.

Das 200 Quadratmeter große Labyrinth mit seinen 28 Kehren ist mit 100 verschiedenen Arten und Sorten von Getreide und Nutzpflanzen bestückt. Für das erste Getreide wie Roggen, Gerste und Hafer war in dieser Woche Erntzeit. "Wir ernten wie zu Großvaterszeiten", hatte Walter Maier beschlossen und ein Schnitterteam zusammengestellt. Unter Aufsicht des Chefs vom Donaueschinger Landwirtschaftsamt zeigten Herbert Fuß aus Öfingen und Getrud Mellert aus Donaueschingen, wie man geschickt die Sichel durch die dicht stehenden Halme schwingt und nach altem Brauch die Halme zu Garben bindet. Jeweils drei Garben wurden dann von den beiden Erntehelfern zu einer Hocke zusammengestellt und neben den Schildern mit der Bezeichnung der geernteten Getreidesorte platziert. Alle Getreidesorten konnten übrigens nicht mehr eingebracht werden. "Der Dinkel war aus", hatte Walter Maier schnell bei einer Erntebilanz festgestellt, weil viele Gartenschaubesucher die meisten Ähren der alten Sorten abgezupft und als Souvenir mit nach Hause genommen hatten.

Zu Garben wurde das geerntete Getreide auf der Landesgartenschau zusammengestellt. Unser Foto zeigt von links nach rechts Amtschef Maier aus Donaueschingen und seine Helfer  Herbert  Fuß und Gertrud  Mellert. (Foto: LGS)"Traurig sind wird darüber nicht", meinte Maier. Schließlich sei das Labyrinth als Lehrgarten gedacht. Wir wollen ja aufklären". Das Labyrinth sei einmalig in seiner Art. Noch nie seien an einem Ort so viele alte und neue Nutzpflanzen vorgestellt worden.

Ein großer Teil der abgeernteten Flächen wird wieder abwechslungsreich neu eingesät. Samen von Büschelschön, einer Weidepflanze für Bienen, wurde bereits auf einer Rapsfläche im Labyrinth ausgebracht. Wenn das restliche Getreide in den nächsten Tagen geschnitten ist, werden auch noch Ölrettich, Senf und Tabak gesät.

 

 

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