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Start in die Stauberatersaison
12. Mai 2010
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ADAC Württemberg fordert strafferes Baustellenmanagement / Land rückt in bundesweiter Staustatistik auf Platz 3 vor
Der Vorsitzende des ADAC Württemberg, Günter Knopf, hat beim Saisonstart der Stauberater ein strafferes Baustellenmanagement auf Autobahnen gefordert. „Es gibt bereits gute Ansätze, wie das jüngste Beispiel bei der Fahrbahnsanierung auf der A81 zwischen Leonberg und Stuttgart-Zuffenhausen zeigt“, sagte er bei der Pressekonferenz in der Autobahn-Rastanlage Sindelfinger Wald an der A8/A81. Die Baumaßnahme muss demnach binnen 90 Tagen noch vor Beginn der Sommerferien fertig gestellt werden. Unter anderem wird im Zweischichtbetrieb unter voller Ausnutzung des Tageslichtes gearbeitet, um den Termin einzuhalten.

„Wir fordern bei allen Projekten solch ein konsequentes Baustellenmanagement und wirksame Maßnahmen, um die Bauzeit zu verkürzen“, sagte Günter Knopf, „zusätzliche Finanzmittel zur Staureduzierung rechnen sich sehr schnell.“ Der Vorsitzende des ADAC Württemberg betonte, dass allein durch Stau jährlich in der Volkswirtschaft in Baden-Württemberg Kosten von fünf bis sechs Milliarden Euro entstehen.

Knopf kritisierte, dass in puncto Verkehrsbeeinflussungsanlagen seit vielen Jahren in Baden-Württemberg Stillstand herrsche. „Mit der Vorplanung für die Anlage auf der A8 zwischen Leonberg und Wendlingen ist nun endlich etwas Bewegung in dieses wichtige Unterfangen gekommen“, erklärte der Vorsitzende des ADAC Württemberg. Moderne elektronische Verkehrsbeeinflussungsanlagen ermöglichen es, zum Beispiel bei hohem Verkehrsaufkommen oder schlechter Witterung durch verkehrsabhängige Geschwindigkeitsanzeigen und Warnhinweisen die Leistungsfähigkeit und die Sicherheit der Autobahnen zu erhöhen.
Zur schnellen Hilfeleistung und somit zur Verringerung der Staus ist es unerlässlich, dass für die Rettungsfahrzeuge auf den Autobahnen eine Rettungsgasse freigehalten wird: Bei zwei Fahrspuren ist eine Mittelgasse zu bilden. Bei drei und mehr Fahrspuren müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf den beiden rechten Spuren nach rechts dicht an den Standstreifen und alle auf den weiteren Fahrspuren nach links zur Mittelleitplanke orientieren.
Laut ADAC-Staudatenbank hat es im Jahr 2009 auf den bundesdeutschen Autobahnen rund 350 000 Kilometer Stau gegegen, somit betrug die durch-schnittliche Staumenge rund 1 000 Kilometer pro Tag. Baden-Württemberg belegt in der Statistik hinter Nordrhein-Westfalen und Bayern Platz drei. 62 Prozent aller Staus gibt es in diesen drei Bundesländern. Die A8 ist dabei die stauanfälligste Strecke bundesweit. „Im Vergleich zum Jahr 2008 hat Baden-Württemberg das Land Hessen von Platz drei verdrängt, das ist ein Erfolg, auf den man nicht stolz sein kann“, so Günter Knopf.

Zum Stauberaterstart lobte Günter Knopf die Arbeit der ADAC-Stauberater. „Sie helfen jedes Jahr staugeplagten Autofahrern“. Vor dem Team liegen bis zum Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg (12. September) über 28.000 Einsatzkilometer. Schwerpunktmäßig werden die sechs württembergischen Stauberater des ADAC an Wochenenden unterwegs sein.

Haupteinsatzgebiete sind die A8 im Streckenabschnitt von Pforzheim-Ost bis Ulm-Ost, die A81 von Rottweil bis Stuttgart und Leonberg bis Weinsberg, die A6 von Sinsheim-Steinsfurt bis Crailsheim sowie die A7 von Langenau bis Dinkelsbühl/Fichtenau. Die Aufgaben der Helfer sind vielfältig. Bei Verkehrs-störungen informieren die Stauberater Autofahrer über geeignete Umfahrungsstrecken, leisten Polizei und Rettungsdiensten Hilfe bei deren Einsätzen, zudem geben sie Kraftfahrern Tipps, wie das Warten im Stau erträglicher wird. Die Stauberater unterstützen außerdem die Einsatzkräfte beim Sichern von Unfallstellen.
 

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