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Ferienzeit - Einbruchszeit
09. Juni 2010
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Am Samstag, 26. Juni 2010 ist «Bündelitag» und somit Beginn der Basler Sommerferien. Auch in diesem Jahr möchten das Justiz- und Sicherheitsdepartement, die Staatsanwaltschaft und neu die Grenzwache ein paar «goldene Regeln» in Erinnerung rufen.
  1. Wenn Sie verreisen, so sollten Sie Nachbarn, Freunde oder Bekannte bitten, auf Ihre Wohnung oder Ihr Haus aufzupassen. Diese Vertrauensperson sollte gelegentlich die Rollläden hochziehen und runterlassen sowie am Abend ab und zu das Licht ein- und ausschalten (eine kostengünstige Zeitschaltuhr leistet hier optimale Dienste). Auf diese einfache Art und Weise kommen Einbrecher weniger auf den Gedanken, dass niemand zu Hause ist.
  2. Hinterlassen Sie auf dem Telefonbeantworter keinen Ansagetext, welcher einem Einbrecher Hinweise gibt, dass Sie abwesend sind.
  3. Überfüllte Briefkästen und vor der Türe aufgestapelte Zeitungen sind für einen Einbrecher willkommene Hinweise. Lassen Sie Ihre Post in die Ferien nachschicken oder auf Ihrer Post zurückbehalten. Briefkästen sollten aber wegen den vielen unadressierten Reklame- und Wurfsendungen dennoch in kurzen Perioden geleert werden.
  4. Schliessen Sie ferner alle Fenster und Türen der Wohnung oder des Hauses. Schranktüren, Schreibtische und Schubladen sollten hingegen nicht verschlossen werden. Ein Hindernis für einen Einbrecher sind sie ohnehin nicht, aber Sie ersparen sich damit Beschädigungen an den Möbeln.
Und auf der Ferienreise und am Ferienort kann jedermann selbst dazu beitragen, nicht Opfer eines Deliktes zu werden.
  1. Bargeld, Checks, Ausweise und Kreditkarten sollten auf der Reise und bei Ausflügen stets auf dem Körper getragen und nicht in Taschen und Koffern deponiert werden. An der Feriendestination selbst sollte ein Hotelsafe oder Schliessfach angemietet und in jedem Fall auch benutzt werden. Bei den Safes in den Hotelzimmern ist von der Verwendung von einfachen Zahlenkombinationen (Ankunftsdatum, Geburtsdatum etc.) abzuraten.
  2. Behalten Sie auf der Reise Ihr Gepäck stets im Auge. Auch ein beladenes Fahrzeug (z.B. mit Gepäckträger oder Dachbox) kann für Diebe sehr anziehend wirken und gerade auf Autobahnraststätten gehen vermehrt «Langfinger» ihren «Geschäften» nach.
  3. Zudem sollten Sie vorsichtig bei Gelegenheitskäufen zu «supergünstigen Toppreisen» sein. Die Ware stellt sich in der Regel bei genauer Betrachtungsweise oft als minderwertig oder Fälschung heraus und wird zu überhöhten Fantasiepreisen angeboten.
Und noch eine Bitte an die Daheimgebliebenen: Melden Sie verdächtige Beobachtungen und Wahrnehmungen unverzüglich über die Notrufnummer Tel. 117 der Polizei. Eine rasche Alarmierung führt zu einer schnellen polizeilichen Intervention und somit zum Erfolg, Einbrechern das Handwerk zu legen.

Schliesslich sei an dieser Stelle auf die Möglichkeit einer persönlichen und kostenlosen Beratung durch das Ressort «Kriminalprävention» hingewiesen.

Reisetipps der Grenzwache
Trotz Abbau der systematischen Passkontrolle innerhalb des Schengenraums sind auch für die Sommerferien 2010 im Ausland stets gültige Reisedokumente mitzuführen. Es ist daher wichtig, rechtzeitig zu kontrollieren, ob die entsprechenden Reiseausweise noch gültig sind. Es gilt auch daran zu denken, dass Kleinkinder und Jugendliche über eigene Ausweise verfügen müssen. Die Grenzwache kann auf dem Flughafen Basel-Mulhouse für Schweizer Bürger kostenpflichtige provisorische Pässe (Notpässe) ausstellen. Wer mit dem Auto in die Ferien reist, tut gut daran, vor Reiseantritt abzuklären, welche Fahrzeugdokumente und Notfallausrüstungen im Reise- oder Transitland vorgeschrieben sind. So gehört eine reflektierende gelbe oder orange Warnweste oder eine Notfallapotheke in vielen Ländern Europas zur vorgeschriebenen Mindestausrüstung.
Wenn immer möglich, sind die Wochenenden wegen hohem Verkehrsaufkommen zu meiden. So rät die Grenzwache Basel, während den Sommerferien jeweils ab Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag die grossen Grenzübergänge der Autobahnen von Basel an der Grenze zu Deutschland und Frankreich zu umfahren.
Über diese Übergänge erfolgt erfahrungsgemäss der internationale Fernreiseverkehr in und durch die Schweiz.

Wachsamkeit auch in den Ferien gefragt
So einfach es klingt: Reisende sollten immer auf ihr Handgepäck achten. Dazu gehört auch die sichere Aufbewahrung von Ausweisen, Bargeld und Kreditkarten. Besondere Aufmerksamkeit ist im Gedränge angebracht. Nie sollten für eine andere Person Gegenstände durch die Zollkontrolle gebracht werden. Schon manche Hilfsbereitschaft wurde missbraucht. Um unangenehme Überraschungen bei der Heimreise zu vermeiden, empfiehlt die Grenzwache, sich vor Reiseantritt über die geltenden Schweizer Zollvorschriften zu informieren. So gibt es bei Tabak, Alkohol und gewissen Lebensmitteln Einfuhrbeschränkungen. Ist man nicht sicher, ob man zuviel Feriensouvenirs im Reisekoffer hat, ist es ratsam, im Flughafen den roten Durchgang zu wählen. Im Strassenverkehr sind die Autobahnübergänge zu benützen, da diese rund um die Uhr mit Grenzwächtern besetzt sind. Dort erhält man auch alle notwendigen Informationen, um eine Verzollung vornehmen zu können. Im Internet sind alle gültigen Schweizer Zollvorschriften unter www.zoll.ch (Rubrik «Zollinformation Private»), abrufbar.

Tiere sind keine Feriensouvenirs
Die Grenzwache bekämpft den Handel und die Einfuhr von exotischen Tieren und Erzeugnissen, die zur Einfuhr verboten sind. Aus den Ferien Strassenhunde oder – katzen mitzunehmen, ist riskant. In Mittelmeerländern etwa sind Tiere oft von Parasiten befallen. Von Findeltieren aus Tollwutrisikoländern sollten Reisende unbedingt die Finger lassen. Die Tollwut grassiert in vielen Ländern Osteuropas und weltweit. Auch in Norditalien ist die Krankheit wieder aufgetaucht. Wer mit seiner Katze oder seinem Hund in die Ferien fährt, muss unbedingt für einen ausreichenden Tollwutschutz sorgen. Alle Informationen dazu können Sie online in der Datenbank «Mit Hund oder Katze über die Grenze» über www.bvet.admin.ch abfragen.

 

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