| Verkehrsbehinderungen durch Autokorsos |
| 17. Juni 2010 |
Innenminister Heribert Rech: „Nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Freitagnachmittag könnte es Verkehrsbehinderungen geben“Größtenteils friedlicher Verlauf bei den Veranstaltungen zur Fußball-WM 2010 im LandNach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien am Freitagnachmittag könnte es bei einem Erfolg der deutschen Elf zu einer Reihe von spontanen Autokorsos und Jubelfeiern und dadurch besonders in Ballungsräumen punktuell zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. „Das zeitliche Zusammentreffen von Feierabendverkehr und dem Abpfiff in Südafrika könnte in den Innenstädten Probleme bereiten“, sagte Innenminister Heribert Rech am Donnerstag, 17. Juni 2010, in Stuttgart und appellierte, verstärkt auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Die Polizei werde selbstverständlich ihr Möglichstes tun, um den Verkehrsfluss weitestgehend aufrechtzuerhalten. Sie werde dabei die Interessen der Verkehrsteilnehmer und das Bedürfnis der Fans berücksichtigen, ihrer Freude Ausdruck zu verleihen. Rech: „Dennoch bitte ich die Verkehrsteilnehmer bereits vorab um Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme.“ Zum bisherigen Verlauf der Veranstaltungen im Land gebe es überwiegend Positives zu berichten. „Die schönen Bilder mit den vielen friedlich feiernden Fans, den Deutschlandflaggen an den Autos und die ausgelassenen Stimmung erinnern an die vergangenen großen internationalen Fußballturniere“, sagte Rech. Den gelungenen Turnierauftakt der deutschen Elf gegen Australien am vergangenen Sonntag hätten rund 220.000 Menschen bei den „Public Viewings“ im Land verfolgt. Allerdings hätten dabei verschiedene Vorfälle die Feierlaune getrübt. Innenminister Rech: „Ich verstehe natürlich die Emotionen der vielen Fans. Allerdings müssen gewisse Grenzen akzeptiert werden.“ Gefährliche Verkehrssituationen wie Blockaden von Tunnels, wichtigen Straßen und Kreuzungen könnten nicht toleriert werden. Zu verurteilen sei auch, dass bei Feiern nach dem deutschen Sieg gegen Australien zwölf Menschen verletzt worden seien, darunter drei Polizeibeamte. Die Polizei werde in solchen Situationen sehr konsequent einschreiten. Bei den 164 Autokorsos im Land habe es 17 Verkehrsunfälle gegeben, davon fünf mit verletzten Personen. |



