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Lonza will Billigsanierung durchführen

Die Lonza will die Sondermülldeponie Gamsenried bei Visp (VS) erneut mit einem ungenügenden Billig-Konzept sanieren. Weil das Projekt nicht den gesetzlichen Vorgaben entspreche, hat es der Kanton Wallis sogar zurückgewiesen. Offenbar hat die Lonza aus ihren Fehlern nichts gelernt. Seit 25 Jahren pumpt sie verschmutztes Grundwasser ab, ohne die Ursache der Verschmutzung anzugehen bzw. zu lösen.

Zwar pumpt Lonza seit 25 Jahren unterhalb ihrer Sondermülldeponie Gamsenried verschmutztes Grundwasser ab. Trotzdem sind noch immer Grenzwerte überschritten. Deshalb hat u.a das Ingenieurbüro BMG ein weiteres Sanierungskonzept erarbeitet: Die Schadstoffe sollen jetzt aktiv mit Wasser aus der Deponie ausgeschwemmt, das verschmutzte Grundwasser aufgefangen und unter gewissen Bedingungen sogar ungereinigt in die Rhone eingeleitet werden.[1]

Armutszeugnis für Lonza

«Wir beurteilen das Lonza-Projekt als riskante Billigsanierung, die zudem das Problem der Sondermülldeponie Gamsenried erneut nicht lösen wird», betont Dr. Martin Forter, Geschäftleiter der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU). Die Dienststelle für Umweltschutz des Kantons Wallis (DUS) scheint dies ähnlich zu sehen: Sie wies das Lonza-Vorhaben zurück, da es «keinem Sanierungsprojekt im Sinne von Art. 17» der Altlastenverordnung entspreche.[2] «Das ist ein Armutszeugnis für den Weltkonzern Lonza», hält Laura Schmid, Geschäftsleiterin des WWF Oberwallis fest.

Problem Deponie Gamsenried hat sich nicht von selbst gelöst

1983 ging ein von Lonza beauftragter Gutachter davon aus, dass sich das Problem Deponie Gamsenried unter gewissen Voraussetzungen mehr oder weniger von selbst lösen wird, wie der bisher unveröffentlichte Bericht zeigt: Das Regenwasser schwemme die Schadstoffe aus der Deponie aus. Deshalb werde «das Kontaminationspotential der Deponie» wahrscheinlich um das Jahr 2000 «erschöpft» sein «und die Schmutzfahne» im Grundwasser «ebenfalls verschwinden.»[3] Deshalb pumpt Lonza seit 1990 verschmutztes Grundwasser ab. Noch 2009 liess der Konzern verlauten, «ausserhalb der Deponie» könnten «keine Wasserverunreinigungen mehr festgestellt werden».[4] Davon kann jedoch keine Rede sein. Noch immer werden – wie gezeigt – Grenzwerte überschritten.

Sondermülldeponie Gamsenried noch einmal, aber dafür definitiv sanieren

Seit 25 Jahren holt Lonza bei der Deponie Gamsenried ohne nachhaltigen Erfolg verschmutztes Grundwasser aus dem Boden. Die Schweiz lässt Deponien, die länger als über die nächsten zwei Generationen hinweg Probleme machen werden, vollständig ausgegraben. Das zeigen die Beispiele in Kölliken (AG) und Bonfol (JU). Gamsenried ist eine ebensolche Deponie. Deshalb fordern die AefU und der WWF Oberwallis einen vollständigen Aushub des gefährlichen Sondermülls. Die Deponie Gamsenried soll nur noch einmal saniert werden - dafür aber definitiv.

Den bisher unveröffentlichten Bericht des Gutachters von Lonza finden Sie unter aefu.de

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