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Schulterschluss für eine starke trinationale Region

Der 2. trinationale Bahn-Kongress bk16 im Congress Center Basel vom 26. und 27. April stand ganz im Zeichen des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs. Viele der rund 30 Referentinnen und Referenten verdeutlichten, wie wichtig insbesondere die trinationale S-Bahn mit Durchmesserlinien und das dafür notwendige Herzstück für die Region sind. Am bk16 tauschten sich über 330 Politiker und Fachleute aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz aus.

Gute Neuigkeiten aus regionaler Sicht gab es bereits am ersten Kongress-Tag. Sabine Pegoraro, Regierungsrätin des Kantons Basel-Landschaft, gab bekannt, dass Vertreter von Baden-Württemberg, der Région Alsace Champagne-Ardenne Lorraine, den beiden Basel sowie den Kantonen Aargau, Solothurn und Jura ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet haben. Diese Absichtserklärung sieht vor, dass für die Planung der trinationalen S-Bahn eine länderübergreifende Organisation der Bestellbehörden mit dem Namen „trireno“ aufgebaut wird. Eine Region, ein Zug, ein Ticket - das sei ihre Vision. Der baselstädtische Regierungsrat Hans-Peter Wessels teilte weiter mit, dass der Kanton mit dem Bundesamt für Verkehr über eine teilweise Vorfinanzierung für den Bau des Herzstücks verhandeln werde. Als dritte Neuerung hat die Leitung des Vorprojekts Herzstück eine optimierte Linienführung präsentiert.

Starker Wille zu einer länderübergreifenden Zusammenarbeit Das deutliche Zeichen für die trinationale S-Bahn und insbesondere für das Herzstück wurde am Bahn- Kongress von zahlreichen Rednern begrüsst. Für Christine Guillemy, Vice-Présidente du Conseil Régional Alsace Champagne-Ardenne Lorraine, ist das Memorandum eine Premiere für die Grossregion und setze ein wichtiges Zeichen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Uwe Lahl, Ministerialdirektor des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg, hob die Bedeutung dieser Trägerschaft hervor, um die unterschiedlichen Standards, Finanzierungswege und politischen Ansätze in den drei Ländern unter einen Hut zu bringen. Wirtschaft auf grenzüberschreitende Vernetzung angewiesen Auch für die Wirtschaft sei ein reibungsloser Verkehr über die Landesgrenzen hinweg enorm wichtig, betonte Thomas Staehelin, Präsident der Handelskammer beider Basel (HKBB). Am trinationalen Verkehrssymposium der Industrie- und Handelskammern, das im Rahmen des bk16 stattfand, unterstrich Staehelin die zentrale Rolle des Verkehrsträgers Schiene. Der Wirtschaftsstandort werde attraktiver je besser Unternehmen die Verkehrsträger nutzen können und je effizienter die Transportketten funktionieren. Deshalb engagierten sich die Industrie- und Handelskammern für einen starken Verkehrsträger Schiene. Im Namen der Industrie- und Handelskammern am Oberrhein forderte Martin Dätwyler, stv. Direktor der HKBB, man müsse sich in Fragen der Finanzierung richtig aufstellen, um nach der Planung der Angebote und der Projekte einen Stillstand zu vermeiden. Er forderte unter anderem die Bildung einer trinationalen Steuerungsgruppe für die Finanzierung der grenzüber- schreitenden Schieneninfrastruktur.

Mobilitätsverhalten wird sich verändern Hauptredner am Verkehrssymposium der Industrie- und Handelskammern war SBB-CEO Andreas Meyer, der über die Mobilität der Zukunft im trinationalen Raum referierte. Das Verhalten der Kunden werde sich dramatisch verändern, ist Meyer überzeugt. Seine Prognose: Wenn er in etwa zehn Jahren einen Termin in die Agenda seines Smartphones eintrage, organisiere der Mobilitätsdienstleister umgehend und automatisch die beste Verkehrsverbindung für ihn. Von den selbstfahrenden Autos, wie sie am bk16 Zukunftsforscher Lars Thomsen für die nahe Zukunft prognostiziert hatte, erwartet Meyer, dass sie den öV ergänzen werden. Derartige Fahrzeuge hätten das Potenzial «zum öffentlichen Individualverkehr» zu werden.

Tour d‘ Horizon im Dreiländereck Der zweite Kongresstag stand im Zeichen einer Tour d‘Horizon zum Stand verschiedenster Bahn- Infrastrukturprojekte in der Region. Themen waren unter anderem der trimodale Güterterminal Basel Nord, der Bahnanschluss des EuroAirports, die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke und der Betrieb grenzüberschreitender Tramlinien. Sie alle zeigen: Die Region Basel entwickelt sich koordiniert und dynamisch über die Grenzen hinweg. Dabei ist das Infrastrukturprojekt Herzstück ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Folgerichtig informierte Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr, zum Schluss des Kongresses über den Stand der Planungsprozesse für den Ausbau der Bahninfrastruktur. Er lobte die Qualität der Arbeit in der Planungsregion. Der Bund hat nun die Aufgabe, die Eingaben aus den Planungsregionen nach transparenten Kriterien zu prüfen und dem Parlament in einer Botschaft ein schlüssiges Gesamtpaket vorzulegen. Füglistaler versicherte, dass man in diesem Prozess auch «das Herzstück auf Herz und Nieren» prüfen werde und kündigte an, die Kantonsregierungen Mitte Mai über den Stand des Verfahrens direkt zu informieren.

Tags: Mobilität

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