Erste Non-Stop-Bodenseeumrundung in Laser-Jollen geglückt – aber der Kampf gegen Mikroplastik geht weiter

Verfasst von Dimitri Vedel | Bodensee-Stiftung am . Veröffentlicht in Lörrach

In 21:30 h haben die beiden 18-Jährigen Elias Fauser und Max Gasser den Bodensee in Segelbooten der Laser-Klasse umrundet ©Segelschule Hemmenhofen

Radolfzell — Geschafft! Nach beinahe 22 Stunden auf dem Wasser sind Max Gasser vom Wassersportclub Wäschbruck Radolfzell und Elias Fauser vom Konstanzer Yacht Klub heute Morgen um 07.30 Uhr im Konstanzer Yachthafen angekommen. Zuvor haben sie getan, was in ihrer Bootsklasse offiziell noch niemand unternommen hat: In ihren nur 4,23 m langen Laser-Jollen haben sie ohne Zwischenhalt den Bodensee umrundet. Die beiden Sportler haben die 85 Seemeilen alleine auf ihren Booten verbracht. Ein motorisiertes Begleitboot diente lediglich ihrer Sicherheit.

„Es war aufregend, anstrengend und spannend“, berichtet Max Gasser in einer ersten Reaktion. Dabei war die „Bodensee-Challenge“ nicht nur eine große sportliche Herausforderung, sondern diente auch dem Zweck, sich gegen die Verschmutzung des Bodensees durch Mikroplastik zu engagieren – ein wachsendes Problem, wie auch Elias Fauser bewusst ist, der im Vorfeld der Aktion sagte: „Wir Segler kommen dem Wasser als Element, das mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche ausmacht, sehr nahe. Da spürt man ganz besonders, was für ein einzigartiger Lebensraum das ist. Als Max und mir während einer Flaute bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Laser Radial letztes Jahr die Idee zur Challenge kam, war uns sofort klar: Diese Aktion wollen wir nutzen, um für den Erhalt unserer heimischen Gewässer zu werben.“

Mit ihrer Challenge haben Max Gasser und Elias Fauser Spenden gesammelt, um den Kampf gegen Mikroplastik in europäischen Binnengewässern zu unterstützen. Diesem Ziel widmen sich der Global Nature Fund und die Bodensee-Stiftung auch im Rahmen ihres gemeinsamen von der EU geförderten Projekts LIFE Blue Lakes, das Kommunen dabei unterstützt, die Belastung ihrer Gewässer mit Mikroplastik zu reduzieren.

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