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Ausstellung "Der Rheinfall" an Christi Himmelfahrt geöffnet

Eine Ausstellung der Superlative in Schloss Bonndorf: Darstellungen zwischen 1750 und 1850

Aus einer Schweizer Privatsammlung

Wie das Kulturamt des Landkreises Waldshut mitteilt, findet bis zum 2. Juli 2017 im Kulturzentrum Schloss Bonndorf eine „Ausstellung der Superlative“ statt. Unter dem Motto „Es wallet und siedet und brauset und zischt...“ zeigt das Schloss Darstellungen des Rheinfalls zwischen 1750 und 1850. Es handelt sich dabei um Werke aus einer Schweizer Privatsammlung. Die Schirmherrschaft für diese Ausstellung hat Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übernommen.

Seit seiner Studienzeit sammelt Peter Mettler, der in Schaffhausen aufgewachsen ist, Ansichten des Rheinfalls. Anfangs waren es vor allem Druckgrafiken, mit der Zeit kamen Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen sowie Ölgemälde hinzu. Heute umfasst die bedeutende Privatsammlung rund 400 Objekte, aus denen Schloss Bonndorf eine repräsentative Auswahl aus der Zeit zwischen den Jahren 1750 und 1850 zeigt. Ein umfangreicher, illustrierter Katalog liegt vor.

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Schaffhauser Rheinfall auch in der Malerei zu einem äußerst beliebten Motiv. Dies hängt nicht zuletzt mit dem in dieser Zeit stark aufkommenden Schweiz-Tourismus im Allgemeinen und mit einer Blüte der Rheinfall- Bewunderung im Besonderen zusammen. Die Bonndorfer Ausstellung kann Werke, die von ganz unterschiedlichen Landschaftsauffassungen geprägt sind, zugänglich machen. So wird sie etwa einige Nachtstücke mit dem vom Mond beschienenen Katarakt aus der Zeit der Romantik sowie mehrere Musterbeispiele für die Ästhetik des Erhabenen zeigen. Diese ästhetische Position zielte im Wesentlichen darauf ab, dass der Mensch, im Angesicht der göttlichen Natur, stets auch eine latente Bedrohung, eine Grenzerfahrung durchleben und erleben sollte. Vergleichsweise späte Rheinfall-Darstellungen aus der Zeit um 1850 machen dann schon den touristischen Aspekt selbst zum Thema, indem sie die hölzerne Aussichtsplattform unterhalb des Schlosses Laufen ins Bild aufnehmen.

Berühmte Besucher

Auf seiner Reise in die Schweiz im Jahr 1797 notierte Goethe, Friedrich Schiller zitierend, während seines Rheinfallbesuchs u. a. folgendes: „Es wallet und siedet und brauset und zischt... Der Regenbogen erschien in seiner größten Schönheit; er stand mit seinem ruhigen Fuß in dem ungeheuren Gischt und Schaum, der, indem er ihn gewaltsam zu zerstören droht, ihn jeden Augenblick neu hervorbringen muss.“ Und der französische Schriftsteller Victor Hugo hielt 1840 in einem Brief über den Rheinfall fest: „Ich habe soeben dieses ungeheure Ding gesehen... Ich schreibe Ihnen, ohne zu wissen, was ich davon halten soll. Ideen und Bilder

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