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Der Erziehungsrat zu Standarddeutsch und Dialekt im Kindergarten

Im Kindergarten sollen Standarddeutsch und Dialekt als gleichwertige Sprachformen gefördert werden. Der Erziehungsrat bekräftigt seine vor zwei Jahren beschlossene Regelung für das Nebeneinander von Standarddeutsch und Dialekt im Kindergarten und unterstützt deshalb den Gegenvorschlag zur kantonalen Initiative «Ja zum Dialekt».

Im Februar 2009 hat der Erziehungsrat die Regelung für den Gebrauch von Standarddeutsch und Dialekt im Kindergarten festgelegt. Diese basiert im Wesentlichen auf drei Grundsätzen: Durchschnittlich sprechen Lehrpersonen während mindestens der Hälfte der Unterrichtszeit Standardsprache, für die Kinder gilt jederzeit eine freie Sprachwahl und Dialektförderung ist als Schwerpunkt im Kindergartenlehrplan verankert. Diese Regelung hat sich bewährt, wie auch eine im Februar veröffentlichte Evaluation einer freiberuflichen Sprachwissenschafterin zeigt. Der Erziehungsrat plädiert deshalb weiterhin für ein gleichwertiges Nebeneinander von Dialekt und Standarddeutsch im Kindergarten. Auf die im Lehrplan verankerte explizite Festlegung des Standardsprache-Gebrauchs von «mindestens der Hälfte der Unterrichtszeit» soll verzichtet werden.

Für den Erziehungsrat stehen diese gleichwertige Förderung der beiden Sprachformen sowie eine auf die Bedürfnisse und Besonderheiten eines Standortes ausgerichtete flexible Verwendung von Standarddeutsch und Dialekt im Kindergartenunterricht im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler des Kindergartens erhalten so die Möglichkeit, beiden Sprachformen, Standarddeutsch und Dialekt, auf eine spielerische Weise zu begegnen und jederzeit selbst zu entscheiden, welche Sprache sie verwenden möchten. Diese bewährte frühe Sprachförderung ist für die spätere Entwicklung der Kinder von grosser Bedeutung und trägt zur Chancengleichheit bei. Davon profitieren sowohl Kinder, die zu Hause Dialekt sprechen, als auch Kinder, die zu Hause eine Fremdsprache sprechen.

Der Gegenvorschlag zur kantonalen Initiative «Ja zum Dialekt», über welche am Wochenende vom 15. Mai 2011 abgestimmt wird, enthält alle wichtigen Grundsätze der 2009 vom Erziehungsrat festgelegten Regelung für den Gebrauch von Standarddeutsch und Dialekt. Der Erziehungsrat steht deshalb geschlossen hinter dem Gegenvorschlag. Der Erziehungsrat ist ein demokratisch abgestütztes Gremium, dessen Mitglieder nach Parteiproporz vom Grossen Rat gewählt werden. Er ist für die Stundentafeln und die Lehrpläne der Schulen zuständig.

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