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Frauenberatungsstelle leistet unverzichtbare Arbeit

 v.l.n.r. Mechthild Frey, Stephanie Lais-Maier, Justina Störk, Bärbl Mielich, Mieke Nizet, Josha Frey

Beratung und Prävention müssen weiter gestärkt werden

Josha Frey: „Das kommunale Engagement beim Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt ist ausbaufähig.“

Der grüne Landtagsabgeordnete Josha Frey konnte sich bei einem Besuch von Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration des Landes, mit den Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle Lörrach austauschen. Das Team der Frauenberatungsstelle stellte einerseits ihre anspruchsvolle Arbeit vor. Andererseits konnte aber auch kritisch über teilweise fehlende Strukturen gesprochen werden.

Die Frauenberatungsstelle berät einerseits Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, bei akuter und zurückliegender sexualisierter, körperlicher und seelischer Gewalt, bei Ess-Störungen und in Krisensituationen. Andererseits wird auch Präventionsarbeit an Schulen, Kindergärten und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung geleistet. In den letzten Jahren war z.B. auch die Information über Angebote des Hilfesystems und Frauenrechte in Deutschland für Geflüchtete ein wichtiges Arbeitsfeld. Geleistet wird außerdem Psychosoziale Prozessbegleitung, d.h. die Begleitung von verletzten Frauen und Mädchen in einem Strafverfahren.

Mit insgesamt 2,5 Stellen für diese vielfältigen Aufgaben seien die personellen Ressourcen jedoch sehr knapp bemessen. Der Unterfinanzierung der Frauenberatungsstellen sei man sich auf Landesebene bewusst, machte Staatssekretärin Bärbl Mielich deutlich. Da die dauerhafte Absicherung der Frauenhausfinanzierung und die Sicherstellung der Beratung – unabhängig vom Einkommen, Wohnort und Aufenthaltsstatus – ausdrücklich im grün-schwarzen Koalitionsvertrag stehe, arbeite das Ministerium an einem besseren Finanzierungskonzept. Mit dem Landesaktionsplan „Gegen Gewalt an Frauen“ stünden bereits heute eine Vielzahl an Projekt- und Finanzierungsmitteln bereit, so Bärbl Mielich.

Eine Lücke in der Beratung bei erfahrener Gewalt und anderen Notsituationen zeige sich jedoch insbesondere für Mädchen und Jungen unter 14 Jahren, aber auch für junge Männer. Im Landkreis Lörrach gäbe es so aktuell keine Anlaufstelle für diese Personengruppe, wie das Team der Frauenberatungsstelle berichtet.

Hier sei eine Klärung der Zuständigkeiten und auch der Finanzierungen notwendig. Insbesondere vor dem Hintergrund des Staufener Missbrauchsfalls, sei die Sicherstellung der Hilfe von Jungen und Mädchen allen Alters umso deutlicher geworden, sind sich alle Beteiligten einig. Josha Frey ist überzeugt: „Das kommunale Engagement muss beim Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt noch stärker werden.“ Deswegen begrüßt er die Initiative „ONE in FIVE“ des Europarats, bei dem sich Kommunen und Landkreise dem Übereinkommen des Europarats zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch verpflichten können. Josha Frey hat sich als Mitglied des Europarats deshalb bereits dazu an die kommunalen Landesverbände gewandt.

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