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Nordwestschweizer Politik und Wirtschaft im Dialog

Verhältnis Schweiz-EU

Vertreterinnen und Vertreter der Nordwestschweizer Regierungskonferenz und der regionalen Wirtschaftsverbände trafen sich am Freitagnachmittag zur achten Metropolitankonferenz Basel, die vom Basler Regierungspräsidenten Guy Morin präsidiert wird. Im Anschluss an die Konferenz fand erstmals ein öffentliches Forum statt, an dem das Verhältnis Schweiz-Europa und die Zukunft des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Nordwestschweiz diskutiert wurden.

Die Metropolitankonferenz Basel (MKB) hat unter der Präsidentschaft von Regierungspräsident Guy Morin seine Türen erstmals auch für ein breiteres Publikum geöffnet. Dieses so genannte MKB-Forum, zu dem hochkarätige Referentinnen und Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen waren, beweist nach Meinung von Guy Morin, dass sich die MKB in der Zwischenzeit als wichtige Diskussionsplattform der Nordwestschweizer Regierungskonferenz mit den Wirtschaftsverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen etablieren konnte.

Auswirkungen des Verhältnisses zwischen der Schweiz und Europa auf den Wirtschafts- und Forschungsstandort Nordwestschweiz

Über 70‘000 Personen aus den grenznahen Regionen in Frankreich und Deutschland pendeln in der Nordwestschweiz täglich über die Schweizer Landesgrenze zur Arbeit. In einzelnen Branchen beträgt der Anteil Grenzgängerinnen und Grenzgänger fast ein Drittel. Diese Arbeitskräfte tragen massgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Region bei. Die Vorschläge der eidgenössischen Räte für die Umsetzung der „Masseneinwanderungsinitiative“ und die Arbeiten an einem Gegenvorschlag zur sogenannten „RASA-Initiative“ werden in der Nordwestschweiz deshalb aufmerksam verfolgt. Sie bildeten auch ein zentrales Thema der diesjährigen MKB.

Minister Josef Renggli, stellvertretender Missionschef der Schweiz bei der EU, legte vor rund 60 Personen dar, dass sich das Verhältnis der Schweiz zur Europäischen Union in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird (muss). Dabei geht es nicht nur um die Zukunft der bilateralen Abkommen, sondern ganz allgemein um die Frage, welche Rolle die Schweiz in Europa spielen soll. Für mehr Kooperationen und neue Formen der Zusammenarbeit über die traditionellen politischen und akademischen Grenzen hinweg plädierte auch die Rektorin der ETH Zürich, Prof. Dr. Sarah Springman. Der Bildungs- und Forschungsstandort Nordwestschweiz sei ein gutes Beispiel dafür, wie Kooperationen über die Landesgrenzen hinweg, aber auch die Zusammenarbeit mit den ansässigen Unternehmen, die Forschung beleben können. Franz Saladin, Direktor der Handelskammer beider Basel, nahm auf diese beiden Referate Bezug und brachte sich aus Sicht der Wirtschaft in die Diskussion ein.
Am Ende der Veranstaltung diskutierten die Referenten mit dem Basler Regierungspräsidenten Guy Morin, der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch und Prof. Dr. Michael Ambühl, ehemaliger Staatssekretär und heute Professor für Verhandlungsführung und Konfliktmanagement an der ETH Zürich, über die aufgeworfenen Fragestellungen. Das Podiumsgespräch wurde moderiert von Matthias Zehnder.

Tags: Arbeitswelt

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