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Rätselhafte Krankheit bei Ameisen in der Nordwestschweiz

Kleine Lebewesen wie Ameisen haben oft wichtige Funktionen in Ökosystemen. Forscherinnen der Universität Basel konnten zeigen, dass Ameisen von verschiedenen am gleichen Standort vorkommenden Arten an einer Pilzerkrankung leiden.

In der eigenen Wohnung werden Ameisen als lästig empfunden und sofort entfernt. Im Garten wie auch in anderen Ökosystemen erfüllen sie aber wichtige Funktionen: Ameisen tragen wesentlich zur Bodendurchlüftung bei und durchmischen die Erde, verbreiten Samen und reduzieren Schädlinge. Dabei erledigen verschiedene Ameisenarten die diversen Arbeiten mit unterschiedlicher Effizienz. Was geschieht nun aber wenn Ameisen krank werden?

Ein Pilz beeinträchtigt das Ameisenleben

Forscherinnen der Universität Basel stellten ein erhöhtes Vorkommen der Näpfchenkrankheit bei verschiedenen Ameisenarten in Wiesen in der Umgebung von Riehen und Basel fest. Bei dieser Krankheit breitet sich der Pilz Myrmicinosporidium durum im Hinterleib der Ameisen aus. In einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit gelangt der Pilz in andere Körperteile und schlussendlich in den Kopf. Schliesslich stirbt die Ameise. Bisher ist äusserst wenig über die Pilzinfektion bekannt. Erstmals wurde die Krankheit 1927 bei einer Ameisenart in der Nähe von Würzburg beschrieben. Später kamen weitere Nachweise aus dem Mittelmeergebiet dazu. Die Untersuchung in der Umgebung von Basel zeigt nun, dass gleichzeitig verschiedene in der gleichen Wiese lebende Ameisenarten von dieser Pilzkrankheit betroffen sind. Dabei unterscheiden sich die Arten im Anteil der kranken Arbeiterinnen.

Die Diebsameise ist besonders stark betroffen

Bei einer Art, der Gelben Diebsameise Solenopsis fugax, sind mit Abstand am meisten Arbeiterinnen von diesem Pilz befallen. Ihren nicht so ehrenhaften Namen erhielt die Ameisenart wegen der besonderen Art des Nahrungserwerbs: die Arbeiterinnen fangen nicht nur kleine Bodentiere und beseitigen Kadaver, sie dringen auch in andere Ameisennester ein und holen sich dort Eier, Larven und Puppen der anderen Arten. Dabei sind die winzig kleinen Arbeiterinnen sehr aggressiv, kampfstark, und setzen abschreckende chemische Stoffe ein. Die Räuber können sich aufgrund ihrer Kleinheit in enge Gänge zurückziehen, in denen sie von den bestohlenen, grösseren Ameisen geschützt sind.

Infektionsweg ist noch unbekannt

Wie die Ameisen von diesem Pilz angesteckt werden, ist noch nicht bekannt. Es könnte sein, dass bereits angesteckte Diebsameisen bei ihren Raubzügen die Pilzkrankheit in die Nester anderer Arten tragen. Mit laufenden Experimenten soll nun der Infektionsweg erkannt werden. Von grossem Interesse ist auch zu wissen, wie stark diese Krankheit die Ökosystemfunktionen der Ameisen reduziert.

Die Arbeit wird im Rahmen der öffentlichen Tagung „Naturschutz in und um Basel“ am Freitag, 26. Januar 2018, 13.15 – 17.00 Uhr im Hörsaal 1 des Pharma-/Biozentrums, Universität Basel, Klingelbergstrasse 50, vorgestellt. Das detaillierte Programm ist erhältlich unter: HIER

Tags: Natur, Tiere

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