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Selbsthilfe appelliert zu Öffentlichkeit für Depression

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Weltgesundheitstag am 7. April

Konstanz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den „Weltgesundheitstag“ am 7. April unter das Motto „Depression, let’s talk“ gestellt. Mit dieser Fokussierung auf eine psychische Erkrankung wird auch darauf aufmerksam gemacht, dass eine mittlerweile Millionen von Menschen in Deutschland heimsuchende seelische Störung in der breiten Öffentlichkeit weiterhin oftmals verschwiegen wird. Abgesehen von Großereignissen, bei denen sie meist als Ursache von Aufsehen erregenden Verhaltensweisen in den Mittelpunkt gerückt werden, sind Depressionen zumeist nur dann Thema, wenn Prominente sich zu ihnen bekennen.

Die Selbsthilfegruppe zu Zwängen, Phobien und Depressionen erinnert anlässlich des „Weltgesundheitstages“ daran, dass auch im hiesigen Landkreis die Zahl der Betroffenen zunehmen dürfte. Zumindest verzeichnet das ehrenamtliche Angebot besonders in den letzten zwei bis drei Jahren deutlich ansteigende Zahlen an Anfragen, ob von Angehörigen oder Erkrankten selbst. Auch hierbei geht es oftmals um die große Sorge, mit der Krankheit bei Familie oder Freunden, im Alltag und ganz besonders im Beruf „erkannt“ zu werden. Die Angst vor negativen Reaktionen ist weitaus höher als bei körperlichen Gebrechen, zeigt sich Gruppenleiter Dennis Riehle überzeugt: „Mit einem Herzinfarkt würden viele Betroffene weniger Nachteile im Job fürchten, das höre ich von den Erkrankten immer wieder“.

Gerade deshalb sei es so wichtig, über die Krankheit auch dann zu sprechen, wenn sie den Nachbarn, den Kollegen oder gar den Bruder betreffen. „Letztlich kann sich zwar jeder ungefähr ein Bild machen, wie es in einer Depression aussehen mag. Doch viele Merkmale sind für den Gesunden kaum zu verstehen. Dazu gehören die Lethargie, die völlige Lustlosigkeit, die mangelnde Kraft oder auch die geistige Verlangsamung in schweren Fällen der Erkrankung“. Die gut gemeinten Ratschläge helfen dann nicht, so Riehle: „‘Reiß‘ dich zusammen‘, das ist ein schlimmer Scherz für alle Depressionserkrankten. Denn wäre das so einfach, würde man sich darum auch bemühen. Aber Depressionen sind keine bloße Verstimmung, die nach ein paar Tagen wieder abfällt. Wir müssen auch über die Ernsthaftigkeit reden können“.

Der offene Umgang führe zu einer größeren Akzeptanz, weil die Krankheit nur dann nachvollzogen werden könne, wenn Betroffene ihr mit den eigenen Geschichten den Stellenwert und die Glaubwürdigkeit zukommen lassen, die in der heutigen Gesellschaft nötig seien. „Schon allein, wenn wir mehr Verständnis für Depressionen erfahren, wird uns als Betroffenen eine große Last genommen. Es geht nicht um mitleidige Ratschläge, sondern die Rückmeldung, dass wir den gleichen Respekt erfahren, als hätten wir uns das Bein gebrochen“, appelliert Riehle. Es sei auch nicht Ziel, „allein beim Psychotherapeuten oder in der Selbsthilfegruppe darüber zu sprechen. Depressionen müssen denselben Platz auf der Straße, im Bus oder am Esstisch haben dürfen wie Kopfschmerzen oder Heuschnupfen“. Riehle weiß allerdings, dass das Stigma noch eine Zeit lang auf der Erkrankung liegen wird. Er ermutigt dennoch, nicht nur am „Weltgesundheitstag“ ein wenig sensibler durch die Welt zu gehen und darauf zu achten, wie es den Mitmenschen geht.

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