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Innovationen aus der Box

Die InBox - Box für Innovationen

Studentinnen der Hochschule Konstanz haben einen Werkzeugkasten entwickelt, der bei der Entwicklung von Innovationen unterstützt

Von der Idee zur erfolgreichen Umsetzung einer Innovation müssen Gründer einen langen Weg gehen. Die Gründerberatung der HTWG Hochschule Konstanz will Mut machen, den Weg trotz seiner Höhen und Tiefen zu beschreiten. In ihrem Auftrag haben zwei Studentinnen die „InBox“ entwickelt. Der Werkzeugkasten bietet unter dem Motto „start, make, innovate“ potentiellen Gründern einen Pool von Methoden, mit deren Hilfe sie den Gründungsprozess untermauern können - von der Motivation bis zur kritischen Überprüfung ihrer Idee. Die InBox beeindruckt nicht nur mit ihren fachlichen Inhalten, sondern auch mit ihrem ansprechenden Design. „Es macht einfach Spaß damit zu arbeiten“, sagt Christoph Selig, Startup-Beauftragter an der HTWG.

Für die beiden Kommunikationsdesign-Studentinnen Sophie Mehlhart und Melanie Fischer war die Erstellung der „InBox“ eine Arbeit im Rahmen der Veranstaltung „Independent Studies“, einem Vorkurs zur Masterarbeit. Christoph Selig hatte sich an ihren Professor Brian Switzer gewandt, um das Thema zur Bearbeitung vorzuschlagen. „Bei meiner Forschung zu neuen Innovationswegen in etablierten Unternehmen habe ich verschiedene Hilfsmittel zur Begleitung und Unterstützung von Innovationsprozessen kennen gelernt. Da diese nicht unmittelbar auf die Bedürfnisse von Studierenden übertragbar sind, war meine Idee, eine individuelle Box für die HTWG erstellen zu lassen“, erläutert Selig. Schnell konnten sich Sophie Mehlhart und Melanie Fischer dafür begeistern.

Sie haben eine Box mit sieben „Schatzkästchen“ erarbeitet, die die einzelnen Phasen eines Gründungsprozesses begleiten: Motivation, Ideengenerierung, Ideenverbesserung, Ideenprüfung, Ideenumfeld, Präsentieren. Jeder der sieben Baukästen ist mit unterschiedlichen Materialien bestückt. Sie geben Hilfestellung und Anleitungen zur Anwendung von Methoden. So werden in der Box „Ideengenerierung“ zum Beispiel die „6-3-5-Technik“ und die „Upside-Down-Technik“ vorgestellt, aber auch Tipps dazu, wie mit Kreativitätsblockaden umzugehen ist.

Innovationsförderung hat an der Hochschule Konstanz einen besonders hohen Stellenwert. Hierfür stellt die HTWG nicht nur im Open Innovation Lab hochmoderne Infrastruktur zur Verfügung. Innovationsförderung ist auch in vielen Curricula und im Studium generale verankert. Mit der Universität Konstanz betreibt die Hochschule die Startup-Initiative „Kilometer1“, um Gründergeist und Gründerkultur zu stärken. „Jede Studentin und jeder Student kann von den Inhalten profitieren“, betont Christoph Selig, schließlich setzten Unternehmen immer stärker auf eigenverantwortlich arbeitende Mitarbeiter mit Unternehmergeist. „Wer Dinge hinterfragt und eigene Ideen entwickelt, ist ein attraktiver Arbeitnehmer. Auch diese Softskills wollen wir fördern.“

Die InBox ist so aufgebaut, dass die Studierenden diese Softskills trainieren. Sie können die einzelnen Phasen innerhalb eines Semesters linear durchlaufen. Sie können dank des modularen Aufbaus aber auch bei einer späteren Phase einsteigen und Schritte wiederholen. „Der Innovationsprozess ist ein iterativer Prozess mit vielen Schleifen“, erläutert Christoph Selig. „Und so war auch der Prozess der Konzeption der „InBox“, ergänzt Melanie Fischer lachend. Der Großteil der Bearbeitungszeit der InBox fiel auf die Recherchearbeit. „Wir sind sehr tief in das Thema eingetaucht und mussten uns dann entscheiden, wie wir das Wesentliche zusammenfassen und aufbereiten“, erläutert Melanie Fischer. Neben Literaturrecherche haben sie viele Interviews mit erfolgreichen Gründern, aber auch mit Lehrenden und Studierenden geführt.
Das Projekt „InBox“ geht weiter. Während die ersten der 100 Boxen ab dem Sommersemester in verschiedenen Lehrveranstaltungen eingesetzt werden, bauen Christoph Selig und seine Kollegen am IST Institut das Lehrkonzept weiter aus, unter anderem mit kurzen Lernvideos, die das Selbststudium der InBox erleichtern.

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