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Die 24 Stunden-Kita - für kindliche Entwicklung noch gut?

„Die 24 Stunden-Kita wird die Kommunen nicht nur viel Geld kosten, sie wird auch Auswirkungen auf die Schullandschaft, die Wirtschaft … und nicht zuletzt auf die Familien bzw. die Eltern haben“, stellt Freie Wähler Landesvorsitzender Wolfgang Faißt fest.

Bevor die Verfassungswidrigkeit des Betreuungsgeldes Schlagzeilen machte, war es die Ankündigung von Familienministerin Manuela Schwesig (SPD), die bis  zu 100 Millionen Euro in Kitas investieren möchte, die 24 Stunden, d.h. rund um die Uhr, geöffnet haben. Im Bundeshaushalt 2015 ist für das Betreuungsgeld 1 Mrd. Euro eingestellt (für zwei nahezu vollständige Geburtsjahrgänge; siehe Finanzbericht BMF 2015, Seite 19; Nr. 1.3.2.1.3 Familienbezogene Leistungen), von denen ein Teil jetzt „frei“ werden könnte.

„Wir haben in den letzten Jahren in den Kommunen Milliarden von Euro in den Ausbau von Bildung und Betreuung gesteckt. Wir haben die Ganztagesbetreuung in Kindergärten und Schulen ausgebaut, Betreuungsplätze ab 0 Jahren geschaffen, Mittagessen, sowie sportliche und kulturelle Angebote in den Schulen installiert, wir sind mit den Kosten der Inklusion noch nicht im Reinen, da kommt mit der 24-Stunden-Kita schon wieder eine neue Kostenwelle auf die Städte und Gemeinden zu, die wir nicht abschätzen können“, stellt Landesvorsitzender Wolfgang Faißt fest.
Neben dem Kostenfaktor, den eine 24-Stunden-Kita, mit sich bringen wird, kritisiert Faißt auch, dass vom Bund und teilweise vom Land der Personalnotstand in vielen Kitas und damit der Fachkräftemangel nicht ausreichend zu Kenntnis genommen wird.

„Gerade in der frühkindlichen Bildung werden die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt. Und hier liegen der Anspruch und die Wirklichkeit sehr weit auseinander. In den letzten Jahren wurde nur auf Quantität Wert gelegt. Der qualitative Ausbau ist auf der Strecke geblieben“, unterstreicht Ortsvorsteherin Monika Springer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Freie Wähler Landesverbandes aus der Großen Kreisstadt Weinheim. 

„Ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sind heute Mangelware in den Kommunen. Sie können sich heute unter 10 ausgeschriebenen Stellen die beste Stelle auswählen. Einzelne Städte bezahlen schon Prämien für den Dienstantritt“, so der Landesvorsitzende. In diesem Zusammenhang verweist er auch auf den Druck der Wirtschaft, der infolge des Fachkräftemangels den Städten und Gemeinden kaum eine andere Wahl lassen werde. „Natürlich dient die 24-Stunden-Kita auch den Eltern – aber die Vorteile für die Wirtschaft stehen dabei im Vordergrund. Die Arbeitskraft der Eltern soll möglichst uneingeschränkt, d.h. 24 Stunden zur Verfügung stehen. So werden Familien heute wirtschaftskompatibel gemacht und die Kommunen sollen das nach dem Willen der Bundesregierung mitfinanzieren“, meint Wolfgang Faißt.

„Wer bestellt – bezahlt“ – gelte auch in diesem Fall, so Faißt. Er bringt aber auch noch ganz andere Varianten ins Spiel: Zum einen ist festzustellen, dass 24-Stunden-Kindertagesstätten hauptsächlich für große Unternehmen mit Mehrschichtbetrieb in Frage kommen. Demnach kommen hier zunächst einmal Betriebskindertagesstätten in Betracht und keine kommunalen Einrichtungen.
Zum anderen: Wäre eine deutlich bessere Rentenanrechnung für Eltern, die sich bewusst für die Erziehung ihrer Kinder entscheiden, nicht familienfreundlicher und somit auch effektiver?
 „Kinderlärm war für Städte und Gemeinden schon immer Zukunftsmusik“ und daran soll sich lt. Landesvorsitzendem Faißt auch nichts ändern. „Wir müssen

„Gerade in der frühkindlichen Bildung werden die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt. Und hier liegen der Anspruch und die Wirklichkeit sehr weit auseinander. In den letzten Jahren wurde nur auf Quantität Wert gelegt. Der qualitative Ausbau ist auf der Strecke geblieben“, unterstreicht Ortsvorsteherin Monika Springer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Freie Wähler Landesverbandes aus der Großen Kreisstadt Weinheim. 

„Ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sind heute Mangelware in den Kommunen. Sie können sich heute unter 10 ausgeschriebenen Stellen die beste Stelle auswählen. Einzelne Städte bezahlen schon Prämien für den Dienstantritt“, so der Landesvorsitzende. In diesem Zusammenhang verweist er auch auf den Druck der Wirtschaft, der infolge des Fachkräftemangels den Städten und Gemeinden kaum eine andere Wahl lassen werde. „Natürlich dient die 24-Stunden-Kita auch den Eltern – aber die Vorteile für die Wirtschaft stehen dabei im Vordergrund. Die Arbeitskraft der Eltern soll möglichst uneingeschränkt, d.h. 24 Stunden zur Verfügung stehen. So werden Familien heute wirtschaftskompatibel gemacht und die Kommunen sollen das nach dem Willen der Bundesregierung mitfinanzieren“, meint Wolfgang Faißt.

„Wer bestellt – bezahlt“ – gelte auch in diesem Fall, so Faißt. Er bringt aber auch noch ganz andere Varianten ins Spiel: Zum einen ist festzustellen, dass 24-Stunden-Kindertagesstätten hauptsächlich für große Unternehmen mit Mehrschichtbetrieb in Frage kommen. Demnach kommen hier zunächst einmal Betriebskindertagesstätten in Betracht und keine kommunalen Einrichtungen.
Zum anderen: Wäre eine deutlich bessere Rentenanrechnung für Eltern, die sich bewusst für die Erziehung ihrer Kinder entscheiden, nicht familienfreundlicher und somit auch effektiver?
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