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Nein zu mehr Luftverschmutzung am Gotthard

Nein zur 2. Gotthardröhre am 28. Februar 2016

Schon heute ist die Tessiner Luft z.T. stärker belastet, als es die Grenzwerte erlauben. Eine 2. Gotthardröhre aber würde früher oder später mehr Verkehr und damit mehr Abgase und Lärm bedeuten. Somit würden die Erkrankungen der Atemwege und Herzkrankheiten zunehmen. Deshalb empfehlen die Regionalgruppen und Sektionen der Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU), keine 2. Gotthard-Röhre zu bauen und am 28. Februar 2016 an der Urne Nein zu stimmen. Dies geht aus einer Resolution hervor, die sie heute in Olten an ihrer jährlichen Konferenz verabschiedet haben.

Die Sektionen und Regionalgruppen der AefU vertrauen nicht darauf, dass zwei Gotthardröhren künftig bloss je zur Hälfte genutzt würden «Das ist unglaubwürdig. Ist die Kapazität einer 2. Röhre mit zwei Milliarden Franken einmal gebaut, so wird sie früher als später auch genutzt. Das bringt doppelt so viele Abgase und deutlich mehr Lärm», halten die AefU-Sektionen und -Regionalgruppen in ihrer heute verabschiedeten Resolution fest.

Tessiner Bevölkerung leidet besonders

Dies hätte schwerwiegenden Folgen auf die Gesundheit der Bevölkerung, die schon heute sehr stark unter der Luftverschmutzung durch den Transitverkehr leidet. Schon heute ist die Tessiner Luft oft stärker belastet als die Grenzwerte eigentlich zulassen, wie Ärztinnen und Ärzte der AefU-Sektion Tessin berichteten.

Bahn-Alptransit nicht mit 2. Autoröhre untergraben

In Kürze wird der Bahn-Alptransit (die NEAT) in Betrieb gehen. Er schafft enorme Kapazitäten zur Verlagerung der Güter auf die Schiene und schützt damit unsere Alpenwelt. Der Bau einer 2. Autoröhre würde diese Verlagerung torpedieren und früher oder später zu Mehrverkehr zwischen Basel und Chiasso führen. Der Zusammenhang von Luftverschmutzung und Gesundheitsschäden entlang der Verkehrsachsen ist seit Jahren bekannt, gerade auch bei Kindern.

Sicherheit jetzt anstatt in 20 Jahren

Das Sicherheitsargument der Befürworter einer zweiten Röhre ist unredlich. Wer Sicherheitsmängel erkennt, will sie sofort beheben und nicht auf eine Tunneleröffnung in frühestens 20 Jahren warten. Für die AefU-Regionalorganisationen ist die Sicherheit nicht mehr als ein Scheinargument für eine 2. Röhre.

Nein zur 2. Gotthardröhre am 28.2.2016

Eine 2. Gotthardröhre ist weder eine Antwort im Sinne einer nachhaltigen Mobilität noch einer verantwortungsvollen Politik, deren Auftrag es ist, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Der nationale Zusammenhalt lässt sich nur mit Lösungen fördern, die die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung respektieren wie z.B. dem Bahnverlad der Autos und Lastwagen.

Die AefU-Sektionen und -Regionalgruppen empfehlen den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern deshalb, eine 2. Gotthardröhre abzulehnen und am 28. Februar 2016 Nein zu stimmen.

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