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Jwan und Miss Jenny

oder: was macht ein Künstler mit einem präparierten Elefanten?

Im Rahmen des «Elefantenjahres» hat das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern Jwan Luginbühl das ausrangierte Elefanten-Präparat «Miss Jenny» zur Verfügung gestellt. Der Künstler erhält freie Hand und hat mit dem Elefanten eine Skulptur geschaffen. Am Donnerstag, 22. September wird sie zum ersten Mal der Öffentlichkeit präseniert.

Jwan Luginbühl holt Jenny ab Elefanten – sie trampeln immer wieder durch die Familiengeschichte der Luginbühls. Jwans Vater, Bernhard Luginbühl, war fasziniert von der Geschichte des «Elefanten von Murten», einem wild gewordenen Zirkusbullen, der vor 150 Jahren in Murten mit einer Kanonenkugel erschossen wurde. Das Jubiläum war mit ein Grund dafür, dass das Naturhistorische Museum heuer die dünnhäutgen Dickhäuter zum Thema macht. Neben einem umfangreichen Rahmenprogramm ist während des «Elefantenjahres» auch das Werk «Plan für ein Elefantengrab» von Bernhard Luginbühl ein Jahr lang im Skeletsaal ausgestellt – gleich neben den or ginalen Gebeinen des Murtener Elefanten.

Eine flog übers Schwellenmätteli

Die Geschichte von Miss Jenny enthält etliche Parallelen zu jener ihres Murtener Pendant. Miss Jenny hat vor circa neunzig Jahren ihren Pfleger zu Tode getrampelt. Die indische Elefantenkuh lebte im Basler Zooli und wurde 20 Jahre alt. Damals wie heute hatte ein Elefantenkörper hierzulande Seltenheitswert. Der Kurator des Naturmuseums Aarau liess den toten Elefanten per Bahn nach Aarau bringen und präparierte ihn. Lange Zeit führte Miss Jenny den grossen und kleinen Aargauern vor, wie indische Elefanten so aussehen. 1998 zog sie dann weiter auf Bern ins Naturhistorische Museum, da sie nicht mehr ins Konzept des Aargauer Museums passte, das sich auf die heimische Fauna beschränkte. Zunächst war Miss Jenny in der Ausstellung «Riesen und Zwerge» zu sehen. Ihr grosser Autritt folgte aber an der Jahrtausendwende – an der Veranstaltung «Auftakt 2000. Kulturmarkt Bern», die Wissenschaft und Kunst zusammenbrachte und an der sich verschiedenste Insitutionen präsentieren. Das Naturhistorische Museum liess das Präparat mit einem Helikopter über die Stadt fliegen und auf der Aareschwelle beim Schwellenmätteli absetzen.

Danach wurde es aber ruhig um die Elefantendame. Das Präparat, das sich in keinem sonderlich guten Zustand befindet, fristete fortan ein wenig beachtetes Dasein im Museumsdepot. Da es keine wissenschaliche Bedeutung hat, wurde es aus dem Sammlungskatalog ausgeschieden. In einem solchen Fall wird ein Objekt üblicherweise entsorgt. Das Museum entschied sich zu einem eher unkonven'onellen Schritt: Miss Jenny im Rahmen des Elefantenjahres einem Künstler zur Verfügung stellen. Dass es sich um einen Luginbühl handeln soll, lag auf der Hand. 

Tags: Natur, Bern

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