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Weißes Vlies schützt Sommerblumen vor Kälte |
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04. September 2010 |
Bei der Landesgartenschau erste Probe-Abdeckung der Sommerflorflächen / Wasserfilm wird zum Schutzpanzer
Bei der Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen baut man für frostige Zeiten vor: Gestern fand ein erster Probelauf zum Abdecken des Sommerflors auf dem 24 Hektar großen Gelände statt. Bei Kälte wird Vlies über die Beete gespannt, um die Pflanzen zu schützen.
Mit dem Beginn des meteorologischen Herbstes kann es nachts schon ganz schön kalt auf dem in 700 Meter Höhe liegenden Gartenschaugelände werden. Die Sommerblumen auf 17 großen Flächen müssen deshalb geschützt werden. Noch stehen alle in schönster Blüte. Damit es auch so bis zum Ende der Gartenschau am 10. Oktober bleibt, haben die Gärtner vorgesorgt und Vliesbahnen zum Abdecken zurechtgeschnitten. Für alle 17 Sommerflorflächen stehen über 600 Meter Vliesbahnen mit einer Breite von 6,60 Meter zur Verfügung.
Bei strahlendem Sonnenschein fand gestern auf einem Sommerflorbeet gegenüber der gläsernen Blumenhalle im Ausstellungsbereich Neckarpark die erste Abdeck-Aktion statt. Das Interesse der Besucher war groß. Immer wieder mussten die Akteure erklären, was sie machen. Vermutet wurde sogar, dass es sich bei der Vliesaktion vielleicht um einen Auftritt des Verhüllungskünstlers Christo handelt. "Gute Idee", meinten die meisten zum Blumenschutz und setzen ihren Rundgang fort.
Ob das Vlies ausgelegt wird, entscheidet man bei der Gartenschau jeden Abend um 19 Uhr. Liegt die Temperatur zu diesem Zeitpunkt unter neun Grad Celsius muss das Vlies zur Vorsicht raus. Die immer vorhandene Luftfeuchtigkeit am Abend bildet auf dem Vlies einen Wasserfilm. Bei Kälte wird er zum Eispanzer und schützt die Pflanzen darunter vor dem Frost, weiß der für den Sommerflor zuständige Villinger Gärtnermeister Johannes Bäuerle aus langjähriger Erfahrung. Das Vlies wird über im Boden steckende Fiberglasstäbe gezugen. "Im Tunnel darunter fühlen sich die Blumen dann pudelwohl", sagt Bäuerle. |