|
Landesgartenschau ist weiterhin ein attraktives Ziel |
|
06. September 2010 |
Bis zum Sonntag kamen über 758.000 Besucher / "Brennender Neckar", Gartenland in Kinderhand und keltische Nacht weitere Attraktionen
Die Landesgartenschau (LGS) in Villingen-Schwenningen ist ein attraktives Ziel. Bis zum Sonntagabend haben 758.100 Personen die Gartenschau besucht. Selbst der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch war bei seinem Besuch begeistert von der Blumenpracht.
Der vergangene Sonntag war mit 21 000 Besuchern bisher der beste Tag. "Auf dem 24 Hektar großen Gelände wuselte es nur so von Erwachsenen und Kindern", zieht Pressesprecher Dieter Frauenheim Bilanz. In den zurückliegenden 118 Tagen ist es allerdings nicht immer so gut gelaufen. Vor allem der Mai war verregnet und zu kalt. Aber auch im August und im Juni hat es wegen des Wetters nicht so gute Tage gegeben. Am 6. Juni wurden gerade einmal 471 und am 30. August 488 Besucher auf dem Gartenschaugelände gezählt, geht aus der Besucherstatistik hervor. "An den beiden Tagen war es einfach nur ungemütlich", erinnert sich Pressesprecher Frauenheim. LGS-Geschäftsführer Michael Martin ist immer noch zuversichtlich, die Millionengrenze bei den Besuchern zu knacken. Er räumt allerdings ein, dass dafür das Wetter beim letzten Viertel der 152 Tage dauernden Gartenschau dafür der alles entscheidende Faktor sei.
Zu den zufriedenen Besuchern des Rekordsonntages zählte auch der Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der nach einem Festgottesdienst mit über 1.000 Teilnehmern einen über eine Stunde dauernden Rundgang über das Gartenschaugelände unter Führung von Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon unternommen hatte. Beim Vorbeigehen am Kaktusgarten mit seinen über 500 meist winterharten Pflanzen outete sich der derzeitige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz als Kakteenliebhaber. In seiner ersten Pfarrstelle habe er einen Kaktus besessen. Er habe ihn immer an einen sonnigen Platz gestellt. "Sie sind stachlig und schön", meinte Zollitsch zu seinen Erfahrungen mit Kakteen.
Bis zum Schluss der Gartenschau am 10. Oktober werden den Besuchern neben Blumen und Mustergärten noch viele interessante Veranstaltungen geboten. Zwei große Sonderblumenschauen, eine keltische Nacht am 18. September und eine Lichterwoche vom 17. bis zum 26. September zählen dazu. Am vorletzten Tag der Lichterwoche gibt es am 25. September ein riesiges Lichterfest in allen drei Parkberteichen der Gartenschau. Zu den Attraktionen an diesem Tag zählt auch die Illumination der "brennende Neckar". Familienministerin Monika Stolz eröffnet am 29. September eine Ausstellung mit Bildern, die krebskranke Kinder gemalt haben. Am 9. Oktober zeigen schließlich Turner und Turnerinnen aus Baden und Württemberg, was sie so alles können. Einen Tag später geht dann die Landesgartenschau, mit der gleichzeitig das Jubiläum 30 Jahre Landesgartenschauen in Baden-Württemberg gefeiert wurde, zu Ende. |