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Fachkräftemangel ist zentrales Thema

Foto: Wirtschaftsregion Südwest

PersonalerForum Südwest sucht neue Wege der Stellenbesetzung

Dass der Fachkräftemangel den Unternehmen am Hochrhein Sorgen macht, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Wie gravierend das Problem jedoch bereits heute schon ist, wurde bei dem letzten Treffen des PersonalerForums Südwest klar. Das von der Wirtschaftsregion Südwest GmbH gegründete Netzwerk von Personal-Verantwortlichen traf sich kürzlich bei der Bucher Hydraulics GmbH in Klettgau, um Entwicklungen im Personalwesen zu diskutieren.

Mit Zahlen unterfüttert wurde das Thema durch den Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee, Dr. Alexander Graf. Er stellte die Umfrage der Kammer zum Fachkräftemangel vor. Zentrales Ergebnis: „Die Besetzung von Stellen und die Suche nach Arbeitskräften auf allen Hierarchieebenen ist nicht mehr nur ein Thema, dass die Unternehmen umtreibt, sondern das zentrale Thema“, so Graf bei seinem Vortrag. Bereits zuvor hatte der Gastgeber, vertreten durch Patrick Moser, seines Zeichens „Head of Global HR“ bei Bucher Hydraulics, das Unternehmen und dessen Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung vorgestellt.

Denn auch darum soll es beim PersonalerForum Südwest gehen: um den Austausch von guten Ideen und praktischen Beispielen. Schließlich haben alle Unternehmen am Hochrhein das gleiche Problem. Hier ist die Situation im Vergleich zum Rest Deutschlands dadurch erschwert, dass die hiesigen Unternehmen zusätzlich in Konkurrenz mit dem Schweizer Arbeitsmarkt stehen. Was also lässt sich tun? Eine Anpassung an das Schweizer Gehaltsgefüge ist aus wirtschaftlichen Gründen keine Option. Vielmehr müssen die Betriebe durch softe Faktoren punkten. Beispielsweise durch flexible Arbeitszeitmodelle, die vereinfachte Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Möglichkeit, sinnvolle Arbeit zu leisten bei einem Unternehmen, mit dem sich der Arbeitnehmer identifizieren kann.
Ein anderer Weg im Kampf gegen den Personalmangel ist die Ansprache von bisher noch nicht oder zu wenig beachteten Zielgruppen. Die Wirtschaftsregion Südwest GmbH tut dies bereits mit ihrem Projekt „JobBus“. Hier wird schon heute die Arbeitnehmergeneration von morgen angesprochen und mit potenziellen Arbeitgebern vernetzt. Der „JobBus“ macht Halt in der Region und fährt interessierte Schüler zu Unternehmen einer bestimmten Branche. Ziel soll sein, das Interesse für die jeweilige Branche zu stärken und soll im besten Fall zu Praktikums- oder Ausbildungsverträgen bei den besuchten Betrieben führen.
Eine weitere Zielgruppe wird das PersonalerForum bei seinem nächsten Treffen ins Auge fassen: ausländische Fachkräfte bzw. Flüchtlinge.

Tags: Arbeitswelt

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