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Gymnasien können alle Zuteilungswünsche erfüllen

Obwohl die Zahl der Eintritte nochmals gestiegen ist und es bei einigen der angebotenen Schwerpunkt-Fächern zu Verschiebungen gekommen ist, können voraussichtlich nach den Sommerferien alle angehenden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Schule und den Schwerpunkt besuchen, den sie sich gewünscht haben. Besonders gefragt waren neben PPP vor allem die naturwissenschaftlichen Schwerpunkte, die in Basel nun mehr als ein Drittel aller Anmeldungen ausmachen. Einige Schulen stossen mit den Verschiebungen an die Grenzen des räumlich Machbaren, sodass im nächsten Jahr die bereits kommunizierte Zentralisierung der Anmeldung und eine teilweise Umverteilung des Schwerpunktangebots zum Tragen kommen muss.

Diesen Sommer haben 28 OS-Abgängerinnen und OS-Abgänger mehr als im Vorjahr den prüfungsfreien Übertritt ans Gymnasium geschafft. Da die Gesamtzahl der Übertritte nach dem neunten Schuljahr (inklusive Kindergarten) nahezu gleich geblieben ist, erhöht sich die Übertrittsquote ans Gymnasium damit um gut zwei Prozent auf 38,6 Prozent. Diese Quote dürfte sich nach Vorliegen der Resultate der freiwilligen Übertrittsprüfungen erfahrungsgemäss nochmals leicht erhöhen.
Von den insgesamt 494 angehenden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten haben 108 (Vorjahr 106) den Übertritt nur provisorisch geschafft. Am höchsten ist der Anteil der provisorischen Übertritte in den Schwerpunktfächern Philosophie, Psychologie, Pädagogik (PPP), Bildnerisches Gestalten sowie Wirtschaft und Recht; am tiefsten bei der Musik, Latein/Griechisch und dem Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik.

Naturwissenschaften sind gefragt

Aufgrund der Anmeldungen ist ein deutlicher Trend hin zu den naturwissenschaftlichen Schwerpunkten festzustellen. Klar am stärksten gefragt war wiederum der Schwerpunkt Biologie/Chemie mit insgesamt 127 Anmeldungen und auch Physik und Anwendungen der Mathematik (PAM) konnte mit 43 Anmeldungen eine Verdoppelung der Anmeldungen verbuchen. Nach wie vor gefragt, aber leicht rückläufig, sind das Bildnerische Gestalten (77), Spanisch (75) und der heiss diskutierte Schwerpunkt PPP, der mit einem Anstieg von 46 auf 62 Anmeldungen erwartungsgemäss nochmals in der Gunst der Schülerinnen und Schüler zulegen konnte.
Deutlich weniger gefragt sind dagegen momentan Italienisch, Musik und der Schwerpunkt Wirtschaft und Recht, wo die Zahl der Anmeldungen rund um ein Drittel zurückging und sich neu zwischen 22 und 28 bewegt. Eine gegenläufige Bewegung ist dagegen bei den altsprachlichen Schwerpunkten Griechisch und Latein festzustellen, die zusammen um rund ein Drittel auf 37 Anmeldungen zulegen konnten.

Leichte Verschiebungen in den Schülerzahlen

Unter dem Strich werden die Zunahme und die Verschiebungen in den Schwerpunkt-Präferenzen bei den Neueintritten zu leichten Gewichtsverschiebungen zwischen den fünf Basler Gymnasialstandorten führen. Trotz etwas weniger Neueintritten als im Vorjahr wird das Gymnasium Leonhard gemäss den vorliegenden provisorischen Zahlen mit 796 Schülerinnen und Schülern im nächsten Schuljahr das grösste Basler Gymnasium bleiben, gefolgt vom Wirtschaftsgymnasium, das nach aktuellem Planungsstand im nächsten Schuljahr zusammen mit der Wirtschaftsmittelschule mit insgesamt 762 Schülerinnen und Schülern rechnen kann. Allesamt von einer Zunahme von Neueintritten in ihre ersten Klassen profitieren können die anderen drei Gymnasien: Am Gymnasium Münsterplatz werden nächstes Jahr insgesamt 682 Schülerinnen und Schülern unterrichtet und das Kirschgarten und das Bäumlihof gehen von einer Gesamtschülerzahl von 630 bzw. 605 aus.

Schwerpunktwahl bleibt garantiert

Um für eine regelmässigere Verteilung auf die fünf Standorte zu sorgen, hat der Erziehungsrat im Januar bereits mit dem Entscheid, den PPP-Schwerpunkt beizubehalten, grünes Licht für einige Veränderungen im Übertrittsverfahren an den Gymnasien gegeben. Diese Veränderungen sind notwendig, weil einige Gymnasien dieses Jahr gezwungen waren, ihre Kapazitäten voll auszuschöpfen, um niemanden an einen anderen Standort verweisen zu müssen.
Die freie Schwerpunktfachwahl bleibt auch in Zukunft garantiert, doch wird ab 2014 die Zuteilung zu den Standorten neu schulübergreifend durch das Erziehungsdepartement organisiert. Die Freiheit der Schulwahl wird dann eingeschränkt, wenn aufgrund der Anmeldungen die Planungszahlen für die Schulgrössen nicht erfüllt werden können. Selbstverständlich wird auch in Zukunft versucht, mit Anpassungen bei den lokalen Angeboten möglichst viele Schulwünsche zu erfüllen. Deshalb wird das Schwerpunktfach PPP ab dem Schuljahr 2014/15 zusätzlich am Wirtschaftsgymnasium angeboten. Ausserdem wird das Gymnasium Münsterplatz in Kombination mit dem International Baccalaureate (IB) neu den Schwerpunkt Englisch anbieten. Bereits IB in den Katalog seiner Angebote aufnehmen konnte das Gymnasium Bäumlihof.

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