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  • 09. März 2011

Sakrale Kunst von großem Interesse

Von Erzdiözese Freiburg
Erzbistum motiviert 1200 Künstler zu Arbeiten mit dem Thema „heilig!“

Freiburg / Karlsruhe / Allensbach (pef). Ungewöhnlich viele Bewerbungen stapeln sich im Büro des Kunstpreises der Erzdiözese Freiburg. Mehr als 1200 Künstlerinnen und Künstler haben sich von einer   Ausschreibung der Erzdiözese Freiburg motivieren lassen und sich mit dem Begriff des „Heiligen“ befasst. Dies geht aus einer am Aschermittwoch (9.3.) von der Erzdiözese verbreiteten Information hervor.

Die Erzdiözese Freiburg hatte zum „Aschermittwoch der Künstler“ und einer Wort-Gottes-Feier im Münster mit Erzbischof Dr. Robert Zollitsch eingeladen. Thema beim Aschermittwoch 2011 war der Kurzfilm als künstlerischer Ausdrucksform - präsentiert und diskutiert wurde die Videoinstallation „Andritzki. Bekenntnis“ von Filmemacherin Sonja Toepfer. Mit Blick auf das Bekenntnis des (1943 hingerichteten) sorbischen Pfarrers Alojs Andritzki wies Erzbischof Zollitsch in seiner Predigt im Münster auf die Verantwortung jedes Einzelnen hin: „Die Ereignisse der vergangenen Wochen in Tunesien, Ägypten und Libyen haben uns wieder einmal vor Augen geführt, dass die Frage nach dem eigenen Bekenntnis keine theoretische ist, die der Vergangenheit angehörte. Sehr schnell und unerwartet können Situationen entstehen, die mich in meinem Bekenntnis fordern, die ein Ausweichen nicht mehr zulassen.“

Die Kuratorin des Kunstpreises der Erzdiözese, Isabelle von Marschall, freut sich über die vielen Bewerbungen: „Deutlicher kann der These, sakrale Themen fänden keinen Anklang in der Welt der zeitgenössischen Kunst, nicht widersprochen werden.“ Beim ersten Kunstpreises 2009 hatte es etwa 300 Bewerbungen gegeben. Allerdings wurden bei der Neuauflage 2011 die Bewerbungsvoraussetzungen weiter gefasst: Die Künstlerinnen und Künstler müssen nicht mehr aus dem Erzbistum stammen oder hier wohnen.

Unter den eingereichten Objekten finden sich neben Gemälden und Lichtobjekten auch Installationen aus Videos, Klang oder Fundstücken. Alle Werke zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf unterschiedlichste Art und Weise den Begriff „heilig!“ in der modernen Gesellschaft dokumentieren. Die Palette der Interpretationen reicht von verwirrenden Verweisen auf die Würde des Einzelnen und Alltäglichen bis zur Thematisierung von Fragilität und Schmerz. Kommerzieller Heiligenkult wird hinterfragt und der eigentliche Heiligenkult in seinen unterschiedlichen Facetten ausgelotet.

Aus der Vielzahl der Werke hat die Jury aus Kuratoren, Künstlern, Theologen und Kunstwissenschaftlern nun 19 Kunstwerke in die Gruppe der Finalisten aufgenommen. Sie werden im Sommer und Herbst dieses Jahres an drei Orten – im Regierungspräsidium Karlsruhe, im Augustinermuseum Freiburg und im Haus St. Elisabeth im Kloster Hegne am Bodensee – ausgestellt. Die Preisverleihung des mit 5000 Euro dotierten Kunstpreises wird Erzbischof Dr. Robert Zollitsch im Rahmen der Finissage am 13. November 2011 in Hegne vornehmen.

Die Ausstellung wird an folgenden Orten zu sehen sein:

28.06. - 31.07.2011: Regierungspräsidium Karlsruhe

02.09. - 25.09.2011: Augustinermuseum Freiburg

09.10. - 12.11.2011: Gästehaus St. Elisabeth im Kloster Hegne am Bodensee


Ressort: Uncategorised