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19. März 2011
50 Jahre Grenzen überbrücken - Sorgen teilen
Ökumenischer Gottesdienst: 50 Jahre Telefonseelsorge Rhein-Neckar
Freiburg / Mannheim (pef). Die Telefonseelsorge in ökumenischer Trägerschaft erfährt nach Ansicht von Weihbischof Dr. Paul Wehrle (Freiburg) eine große gesellschaftliche Anerkennung. „In Stille und in großer Treue sind Frauen und Männer seit vielen Jahren für andere Menschen in notvollen Situationen da und schenken ihnen ihre Zuwendung. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für die derzeit angemahnte Glaubwürdigkeit der Kirchen“, sagte Weihbischof Wehrle im ökumenischen Festgottesdienst in der Citykirche Konkordien in Mannheim am Samstag (19.03.) zusammen mit Landesbischof Dr. Ulrich Fischer zum 50-jährigen Jubiläum der Telefonseelsorge Rhein-Neckar.
Seit März 1961 Jahren hören die ehrenamtlichen Mitarbeiter der ökumenischen Telefonseelsorge Rhein-Neckar Menschen mit Problemen zu und versuchen, zu helfen. Jedes Jahr gehen aus dem Gebiet zwischen Worms und Walldürn rund 37.000 Anrufe ein. Insgesamt beteiligen sich 125 Frauen und 20 Männer ehrenamtlich als Seelsorger und Berater am Dienst der Telefonseelsorge.
In der heutigen politisch und kirchlich unruhigen Zeit erhält das Jubiläum „50 Jahre Telefonseelsorge Rhein-Neckar“ nach den Worten von Weihbischof Wehrle deshalb einen besonderen Rang: „Denn all dies geschieht in größtem Umfang durch ehrenamtlichen Einsatz und der dazugehörenden Bereitschaft, sich für diesen Dienst persönlich befähigen zu lassen. Das Jubiläum ist eine willkommene Stunde, um seitens der Bischöfe für diesen ermutigenden und für viele unmittelbar helfenden Einsatz ausdrücklich zu danken.“
Unter den Telefonnummern 0800/1110111 oder 0800/1110222 sind rund um die Uhr zwei, in den Spitzenzeiten abends drei ehrenamtliche Mitarbeiter erreichbar. Diese werden sorgfältig ausgewählt und über anderthalb Jahre hinweg ausgebildet. Regelmäßige Weiterbildungen und Supervisionen erhalten den hohen Qualitätsstandard. Das Leitungsteam besteht aus Theologen und Psychologen. Finanziert wird das ökumenische Hilfsangebot von der Erzdiözese Freiburg, den Diözese Speyer und Mainz, der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelischen Kirche der Pfalz und der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sowie den Dekanaten und Kirchenbezirken im Einzugsbereich.