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  • 03. Mai 2011

Revolution einmal anders

Von Folktreff Bonndorf
Der Folktreff lädt ein zur einem musikalischen Leckerbissen, revolutionär und vollkommen für die Liebhaber eingängiger Musik

Acoustic RevolutionEs war im vergangenen Jahr, als der Folktreff sich bei seinen Mitgliedern erstmals bedankte mit einer Fete, zu der, wie sollte es anders sein, natürlich exklusive Künstler gehörten. Die Wahl war auf „acoustic revolution“ gefallen. Bis tief in die Nacht verströmten die sympathischen Jungs Partylaune, erreichten mit Gänsehautstimme und balladigen Melodien auch die Herzen der härtesten Rockfans. Und: Nichtfolktreffler waren anschließend neidisch, das nicht miterlebt zu haben.

Jetzt haben alle eine Chance auf Acoustic Revolution, denn sie sind am 6. Mai im Foyer der Stadthalle auf der Folktreffbühne zu Gast. Aber was heißt hier Acoustic Revolution, - Aufstand am Ohr? Gewissermaßen schon.

Eine Revolution im besten musikalischen Sinne. Es geht um das Wissen, dass ein Song ein Song sein muss, dass es um Power und Energie geht und nicht um Bombast und Beiwerk. Weniger ist eben doch oftmals mehr! Die Reduktion auf das Wesentliche ist die Maxime dieser Band, die gleichermaßen konzertant und unterhaltend, tiefgründig und witzig ist.

Und das Wörtchen "Acoustic" schmälert die Revolution keineswegs, denn "akkustisch" meint nicht Liedermacher und nicht Lagerfeuer und auch nicht unplugged, obwohl die Acoustic Revolution auch hier bestehen kann. Acoustic steht für die Herangehensweise: Mandoline, Banjo und Kontrabass sind die Stars im Instrumentarium. Der Musik wird einfach nichts von ihrer Ursprünglichkeit genommen. Sie geht zurück zu den Wurzeln, aber mit dem Wissen und den Möglichkeiten von heute. Acoustic Revolution ist dennoch Pop, weil sich die Hooks mit dem ersten Hören sofort unwiderruflich in die Gehörgänge schrauben, es ist Rock, weil die Akustiklok sich stampfend und voller Kraft ihren Weg bahnt (ja, auch eine Akustikgitarre lässt sich wie eine E-Gitarre spielen), es ist Irish Folk, weil die Musik so schnell ins Blut fließt wie in den Pubs das Guinness in die Kehlen, es ist Bluegrass, Country, Classicrock - was auch immer, es ist Acoustic Revolution. Die Mischung macht`s. Und vielleicht erlangte das Trio seinen ganz eigenen Sound, weil die musikalische Sozialisation jeweils eine ganz andere war:

Der Sänger (Tom Logan) wuchs in den amerikanischen Südstaaten auf und wurde von Mellencamp, Springsteen und den Eagles inspiriert, was bis heute Einfluss auf die Kompositionen hat. Der Gitarrist (Germar Thiele) ist ein echtes Nordlicht und ein ausgewiesener Metalspezialist, vermutlich trägt seine Liebe zu Metallica Mitschuld, dass das Akustikspiel des Hamburgers von Energie und Schlagfertigkeit geprägt ist. Der dritte im Bunde, der Kontrabassist (Dennis Hornung) mit Wurzeln in Österreich, ist als studierter Jazzer vor allem von Miles Davis angetan.

Schenkt man der ersten Single "Abyss Of Greed" Glauben, dann möchte man Acoustic Revolution im Herzen Irlands ansiedeln. "Abyss Of Greed" atmet die Weiten der Highlands und könnte sich in Dublin von Pub zu Pub den Weg in die Welt geschlängelt haben. Es ist aber auch eine Reminiszenz an die bisherigen Bandjahre, denn Acoustic Revolution ist kein schnell gecasteter Act, sondern eine herangereifte, authentische Band mit mehreren hundert Konzerten. Für viele gelten sie gar als eine der erfolgreichsten Irish Folk-Bands, wobei das Folkkorsett dem Acoustic Revolution-Sound von Anfang an zu eng war. Für alle anderen sind sie die Entdeckung des Jahres.

acoustic revolution 
Am 6. Mai
Im Foyer der Stadthalle Bonndorf
Eintritt 12 Euro
Beginn 20.30, Einlass 19.30

www.folktreff-bonndorf.de

kartenvorverkauf im tiz
martinstraße 5
07703-7607

Ressort: Uncategorised