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09. Juni 2011
Schwab: "EU will 50% des Schadens ersetzen"
Der CDU Europaabgeordnete Dr. Andreas Schwab zeigt sich erschrocken von den Auswirkungen, die die EHEC-Krise für die Landwirte am Bodensee nach sich zieht. "Insbesondere auf der Reichenau, auf der etwa 100 Familienbetriebe mit vom Gemüseanbau leben, zeigt sich ein erschreckender Absatzrückgang, der zur Vernichtung von derzeit 50.000 Gurken am Tag führt", so Schwab.
"Es ist klar, dass wir den betroffenen Betrieben in dieser schwierigen Situation helfen wollen", so Schwab, der die Aufstockung der Entschädigungen von ursprünglich 150 Millionen Euro auf nun 210 Millionen Euro für einen Schritt in die richtige Richtung hält. Auf Vorschlag der EU-Kommission sollen jetzt in einer Eilentscheidung Gelder aus dem EU-Haushalt zur Entschädigung der betroffenen Landwirte freigegeben werden. Dabei sollen rund 50% der Ausfälle für Gurken, Tomaten, Blattsalate, Zucchini und Paprika ausgeglichen werden.
"Die EU zeigt mit diesem Schritt klar, dass sie an der Seite der Landwirte auf der Reichenau steht. Klar ist aber auch, dass die 210 Millionen bei einem zu erwartenden Schaden von 250.000 € alleine auf der Reichenau bei weitem nicht ausreichen werden, um den europaweit entstandenen Schaden zu beheben" so Schwab weiter. Deshalb halte er darüber hinaus auch eine direkte Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten selbst an der Entschädigung der betroffenen Landwirte für notwendig.
Andreas Schwab kommt auf Einladung des Konstanzer Bundestagsabgeordneten Andreas Jung am Freitagmittag auf die Reichenau. Beide arbeiten in der Frage eng zusammen. Jung setzt sich in Berlin dafür ein, dass ergänzend zu den EU-Maßnahmen auch der Bund den betroffenen Bauern hilft. Am Montag war er bei einem Vor-Ort-Termin gemeinsam mit Landtagsabgeordneten der Region. Diese wollen sich im Land für Unterstützung einsetzen.