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Strukturverbesserung Osttangente: Vertiefte Variantenstudien bis Ende Jahr

Eine Tieflage der baselstädtischen Nationalstrasse Osttangente ist rein technisch machbar. Aber die Auswirkungen einer solchen Linienführung sind komplex und müssen vertieft untersucht werden. Bis Ende dieses Jahres sollen die Resultate dieser Untersuchung vorliegen, so dass daraufhin die politische Diskussion über die zukünftige Linienführung geführt werden kann. Dies der Zwischenstand, wie er vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) am 22. Juni 2011 bei einem Treffen mit dem Bau- und Verkehrsdepartement vorgestellt wurde.

Die Nationalstrasse Osttangente läuft aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens heute an ihrer Kapazitätsgrenze. Der Lastwagenunfall vom Dienstag, 21. Juni 2011 hat ein weiteres Mal gezeigt, dass das System bereits heute über keinerlei Reserven mehr verfügt und ein einziger Unfall praktisch zum Verkehrsinfarkt auf der Nationalstrasse führt, verbunden auch mit starken Auswirkungen auf das städtische Strassennetz.

Aufgrund der in den nächsten Jahren zu erwartenden weiteren Verkehrszunahme soll die Osttangente einen Kapazitätsausbau erfahren, so wie dies die Botschaft des Bundesrates zum Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und zur Freigabe von Mitteln vom 11. November 2009 vorsieht. In diesem Zusammenhang wurde ein Projekt zur Erweiterung der bestehenden oberirdischen Linienführung erarbeitet, welches auch Einhausungen bzw. Überdeckungen in Teilabschnitten vorsieht. Nebst der Variante einer oberirdischen Linienführung werden seit dem vergangenen Herbst vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) auch Varianten untersucht, welche teilweise bis vollständig tiefliegende Linienführungen im Bereich zwischen der Schwarzwaldtunnel und Gellertdreieck vorsehen. Dies als Alternativen zum oberirdischen Ausbau der Stammlinie.

Ein Zwischenstand dieser Planung konnte am 22. Juni 2011 durch die Vertreter der Abteilung Strasseninfrastruktur des ASTRA unter Leitung von Vizedirektor Jürg Röthlisberger dem Vorsteher des Bau- und Verkehrsdepartementes, Regierungsrat Hans-Peter Wessels, präsentiert werden. Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass die ursprünglich vorgeschlagene oberirdische Variante unter Beibehaltung der zahlreichen Ein- und Ausfahrten im Stadtgebiet die verkehrliche Problemstellung lösen kann. Erforderlich sind diese aufgrund des hohen Ziel-, Quell- und Binnenverkehrsaufkommens, das die Stadt Basel aufweist. Diese Lösung bedingt aber tiefgreifende Interventionen in den Stadtgrundriss und entsprechende städtebauliche Reparaturmassnahmen und Investitionen.

Vom ASTRA konnte bezüglich Varianten in Tieflage gezeigt werden, dass solche wohl technisch machbar sind. Allerdings werden diese bei den Anschlusspunkten (Ein- und Ausfahrtsbauwerke) ebenfalls in den Stadtraum eingreifen. Für die vertiefte Beurteilung sind nun weitere Abklärungen seitens des Kantons und des ASTRA nötig, damit sämtliche Auswirkungen der Tieferlegungsvarianten und die damit verbundenen Eingriffe, insbesondere verkehrstechnischer, städtebaulicher und finanzieller Natur, aufgezeigt werden können.

Auf dieser Basis wird anschliessend ein Vergleich mit der bisherigen Variante stattfinden. Die Resultate der Untersuchung sind bis Ende Jahr 2011 zu erwarten, so dass anschliessend auch die politische Diskussion darüber geführt werden kann.

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