-
14. Oktober 2008
957 Lernbegleiter in 34 Stadt-, Landkreisen und Jugendagenturen
Kultusstaatssekretär Georg Wacker würdigt ehrenamtliches Engagement der Partner des Projekts „Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf“
Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL hat heute (29. September) in Stuttgart das ehrenamtliche Engagement der Partner des Projekts „Individuelle Lernbegleitung für benachteiligte Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf“ gewürdigt. „Die Lernbegleiter unterstützen Jugendliche dabei, sich im schulischen und persönlichen Alltag besser zurecht zu finden“, sagte Wacker. Das Projekt baue Brücken zwischen Generationen, zwischen Vorstellungen und Lebensentwürfen, zwischen Schule und Beruf sowie zwischen Einwanderern und Alteingesessenen. „Die Lernbegleiter tragen dazu bei, dass Integration stattfindet und sichtbar wird“, betonte Wacker. Das Projekt wird mit einem Gesamtbetrag von 5 Millionen Euro von der Zukunftsoffensive IV der Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützt. Im dritten von insgesamt vier Projektjahren betreuen 957 Lernbegleiter an 303 Schulen 1 240 Schüler.
Die Lernbegleitung hat im September 2006 in 34 Stadt- und Landkreise sowie Jugendagenturen begonnen. Innerhalb des Projekts werden leistungsschwächere Haupt-, Förder- und Schüler der beruflichen Schulen sowie Jugendliche aus den Schulen für Erziehungshilfe und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf ihrem schulischen Weg individuell unterstützt. Damit soll der schulische Erfolg gesichert und die Übergangchancen in eine Ausbildung erhöht werden.
Im Landkreis Waldshut beteiligen sich derzeit 15 Schulen. Insgesamt begleiten 33 Lernbegleiter 39 SchülerInnen. Die Begleitung orientiert sich am individuellen Förderbedarf der Jugendlichen und erfolgt in enger Absprache mit den Schulen vor Ort.
Mittlerweile finden regelmäßige Lernbegleiterrunden in den Schulen vor Ort statt; diese messen sich am Bedarf der LernbegleiterInnen und der Schulen. Diese werden in Zusammenarbeit mit den SchulsozialarbeiterInnen vor Ort und der Projektleiterin Frau Preiser organisiert. Ergänzend finden in regelmäßigen Abständen auch themenspezifische Fortbildungsveranstaltungen im Landratsamt Waldshut statt. Diese Veranstaltungen und die damit verbundenen Treffen der LernbegleiterInnen beiten eine Plattform des Austauschs untereinander. Es ist zu erkennen, dass LernbegleiterInnen untereinander Kontakte haben und Freundschaften geknüpft werden. Viele LernbegleiterInnen erklären, dass die Kontakte mit den Jugendlichen auch für sie eine große Bereicherung ist.
Wacker betonte, dass die Einbindung der institutionellen und professionellen Partner vor Ort für den Erfolg des Projekts sehr wichtig sei. Damit entstehe ein umfassendes Netzwerk zwischen Stadt-, Landkreisen, Jugendagenturen und Schulen mit bürgerschaftlich engagierten Personen. Das Netzwerk konzentriere Kompetenzen und Ressourcen, um junge Menschen gezielt zu fördern. Die Jugendlichen erhalten beispielsweise Lernunterstützung in Deutsch und Mathematik sowie persönliche Begleitung zur Verbesserung der Lernvoraussetzungen. Die ehrenamtlich arbeitenden Frauen und Männer werden dabei durch erfahrene Fachkräfte unterstützt und geschult.
Kultusstaatssekretär Wacker lobte den Einsatz aller Beteiligten und verwies auf den hohen Stellenwert des Ehrenamts in Baden-Württemberg. „Allein in Baden-Württemberg engagieren sich 4,5 Millionen Menschen in ihrer Freizeit oder im Ruhestand als Einzelpersonen, in Verbänden, Vereinen, Projekten oder Organisationen.“ Insgesamt 42 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger im Land sind ehrenamtlich aktiv.