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29. Januar 2009
Markante Abnahme der Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2008
Erneut hat die Zahl der Verkehrsunfälle im Kanton Basel-Stadt stark abgenommen. Die Polizei rapportierte letztes Jahr 1464 Unfälle oder 16,2 Prozent weniger als im Jahr 2007. Bei diesen Unfällen wurden mit 585 etwas weniger Personen verletzt als im Vorjahr. Um 15 Prozent abgenommen hat dabei die Zahl der Schwerverletzten. Leider musste eine Zunahme der Unfälle mit Fussgängerbeteiligung registriert werden. Entgegen der Erwartungen reduzierte sich die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss von 118 auf 69 oder gut 40 Prozent. Die Unfallzahlen werden nun noch einer eingehenden Analyse unterzogen, die Regierungsrat Hanspeter Gass im März im Rahmen einer Medienkonferenz vorstellen wird.
Eine erste statistische Auswertung der Verkehrsunfälle im Jahr 2008 zeigt ein deutliches Bild. Die Gesamtzahl der Unfälle hat mit 1464 gegenüber dem Vorjahr (1746) deutlich und um 16,2 Prozent abgenommen. Noch stärker ist mit minus 28,6 Prozent der Rückgang der Zahl der Unfälle auf der Autobahn ausgefallen; dort passierten letztes Jahr 80 Unfälle, wobei 29 Personen verletzt wurden. Im Jahr 2007 waren es 112 Unfälle mit 31 Verletzten.
Bei Verkehrsunfällen wurden letztes Jahr insgesamt 585 Personen verletzt (2007: 600), davon 100 schwer (Vorjahr 118). Vier Personen (2008:3) kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Dabei handelt es sich zwei Fussgänger, ein Motorradlenker und der Beifahrer eines Autos. Der bei allen Unfällen angerichtete Sachschaden beläuft sich auf knapp 8,8 Millionen Franken.
Die Zahl der Unfälle mit Kinderbeteiligung ist mit 38 (Vorjahr 39) stabil geblieben. Verletzt wurden dabei 35 Kinder. Auch die Anzahl Unfälle mit Velofahrern hat im Berichtsjahr mit 192 (Vorjahr 195) nur marginal abgenommen. Dabei wurden 154 Velofahrerinnen und Velofahrer verletzt, das sind 13 weniger als 2007. Um 11,4 Prozent auf 127 gestiegen ist hingegen die Zahl der Unfälle mit Fussgängern, von denen 113 Personen verletzt wurden.
Die Anzahl der Unfälle mit Alkoholeinfluss als Ursache reduzierte sich von 118 auf 69 oder um 41,5 Prozent; jene der Unfälle, bei denen Betäubungsmittelmissbrauch oder Medikamente ursächlich waren, von 20 auf 18.
Um gut zehn Prozent von 705 auf 631 (minus 10,5 Prozent) abgenommen haben die Unfälle mit pflichtwidrigem Verhalten, bei denen sich Schadenverursacher aus dem Staub machten. Äusserst bedenklich ist hingegen die Zunahme der Führerfluchten, die markant um 30 Prozent zunahmen: 56 Mal flüchteten Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker nach einem Unfall und liessen angefahrene und verletzte Personen einfach im Stich.
Die detaillierte Auswertung des Unfallgeschehens auf den baselstädtischen Strassen mit zusätzlichen Erkenntnissen zur Entschärfung von Unfallsschwerpunkten und Präventivansätzen wird im März vorliegen und im Rahmen einer Medienkonferenz vorgestellt werden.