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20. Oktober 2009
Schwerer Unfall auf der Autobahn
Alle Hände voll zu tun hatte der „Schutzengel“ eines Lkw-Fahrers aus den Niederlanden am Montagvormittag. Gegen 8.40 Uhr war der Mann mit seinem Sattelzug auf der Autobahn 5 in Richtung Schweizer Grenze unterwegs. Auf Gemarkung Neuenburg ist der Fahrer nach bisherigen Erkenntnissen offensichtlich hinter dem Steuer eingeschlafen. Dadurch geriet das schwere Fahrzeug nach rechts auf den Standstreifen. Der Lkw überfuhr anschließend den unbefestigten Seitenstreifen und walzte einen Leitpfahl sowie eine Werbetafel platt. In der Fahrzeugmitte geriet der Sattelzug auf die abgeschrägte Leitplanke und rutschte auf dieser etwa 60 Meter weit.
Dadurch war der Lkw-Fahrer aufgewacht und steuerte seinen Sattelzug ruckartig nach links. Der Sattelzug löste sich von der Leitplanke und schleuderte auf die linke Fahrbahnseite. Dort prallte er gegen die Mittelleitplanke. Der Sattelzug wurde abgewiesen und kam nach einer Schleuderstrecke von über 350 Metern auf dem Standstreifen zum Stillstand. Durch die Schleuderbewegung und den Aufprall auf die Mittelleitplanke verlor der Sattelzug eine Palette, die mit Druckern beladen war. Die Palette kam auf dem Überholstreifen auf und ein nachfolgender Renault-Fahrer konnte einen Aufprall nicht mehr verhindern. Insgesamt war ein Schaden von knapp 20.000 Euro entstanden. Die Fahrzeugführer hatten Glück im Unglück und blieben unverletzt. Wegen der Bergung des Sattelzuges und der Ladung kam es zu Behinderungen auf der Autobahn.
Der vom Sachverhalt verständigte Staatsanwalt ordnete die Beschlagnahme des Führerscheins an. Außerdem musste der Lkw-Fahrer eine deftige Kaution hinterlegen.