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  • 15. Juni 2009

Nur noch bis zum 21. Juni: Landschaften von Nicolas Poignon

Von Tiger Gironimo

Ausstellung in Schloss Bonndorf stößt auf großes Interesse
Bis zum 21. Juni 2009 zeigt das Kulturzentrum des Landkreises Waldshut – Schloss Bonndorf – die Ausstellung „Nicolas Poignon: Landschaften“, die beim Publikum auf großes Interesse stößt.
Der 1963 in Nancy geborene Nicolas Poignon ist ein brillanter Zeichner, Grafiker und Maler. Seine Landschaften bestechen nicht zuletzt durch seine virtuose Technik, die ihn in die Nähe Albrecht Dürers rückt: Wie der Renaissancekünstler den Kupfer- und Holzschnitt verfeinerte, gelingt es Nicolas Poignon dem Linolschnitt bemerkenswerte Strukturen zu entlocken. Seine traumartig anmutenden Silberstiftzeichnungen entwickelt er im Atelier, das heißt aus dem Gedächtnis, zu freien Kompositionen von hoher Kunstfertigkeit.



Die Gemälde, Zeichnungen und Linolschnitte Nicolas Poignons sind nicht einfach künstlerische Aufnahmen real existierender Szenerien, sondern stellen vor allem Seelenlandschaften dar, die ihre Verwandtschaft mit den Bildwelten der romantischen Tradition keineswegs verleugnen. Poignons Werke führen den Betrachtern, nicht selten an der Grenze von Gegenständlichkeit und Abstraktion, Wälder, Felder, einzelne Bäume und Baumgruppen, Wiesen, Wege, Wasserflächen und Häuser vor Augen, landschaftliche und städtische Situationen zumeist, auf denen der Mensch nicht vorkommt und auf den ersten Blick keinerlei Rolle zu spielen scheint. Doch tatsächlich ist das Gegenteil richtig: Nicolas Poignons Bilderfindungen, die häufig auf sehr kunstvolle Weise eine Anmutung erzielen, als seien sie die Ergebnisse eines langen und geduldigen Nachdenkens über die Tradition der Malerei und über die Bedingungen und Möglichkeiten der Kunst heute, handeln tatsächlich von uns, von unseren Wünschen, Zielen und Sehnsüchten, von unseren Seelenlandschaften, den Gärten unserer Gefühle. Sie sind längst nicht nur äußerst ästhetische Landschaften, sondern zugleich künstlerische Röntgenaufnahmen psychischer Zustände. Darüber hinaus zeichnen sie sich, wie die Stillleben und Landschaften Giorgio Morandis, durch einen eminent meditativen Charakter aus.

Nicolas Poignon hat seine Arbeiten bereits in zahlreichen Ausstellungen in Frankreich, der Schweiz, Polen, Weißrussland und Deutschland gezeigt, so etwa im Albrecht-Dürer-Haus der Stadt Nürnberg. Er lebt in den Vogesen und in Berlin. Die Bonndorfer Präsentation macht erstmals Werke von Nicolas Poignon in Südwestdeutschland zugänglich. Die Ausstellung ist bis zum 21. Juni 2009 von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 – 12 Uhr und von 14 – 17 Uhr geöffnet.

Die Ausstellung wird unterstützt von: Badische Staatsbrauerei Rothaus AG, Hectronic (Bonndorf), von der testo AG, SÜDKURIER, MBM Druck Team GmbH (St. Blasien) und vom Freundes- und Förderkreis Schloss Bonndorf.


Ressort: Uncategorised