-
09. August 2010
Oettinger macht Urlaub auf der Landesgartenschau
Stippvisite des EU-Kommissars in Villingen-Schwenningen
"Supertoll" findet EU-Kommissar Günther Oettinger die Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen
Diese erfreuliche Bilanz für die Veranstalter hat vorgestern der frühere baden-württembergische Ministerpräsident nach einem Kurzurlaub auf dem 24 Hektar großen Gelände gezogen.
Der europäische Kommissar für Energie war am Sonntag auf Einladung des örtlichen Landtagsabgeordneten Karl Rombach nach Villingen-Schwenningen gekommen. Oettinger macht zurzeit einige Tage Urlaub und nutzte die Gelegenheit zu einem Abstecher in die Doppelstadt. "Meine Mutter hat gesagt, da musst Du hin", sagte Oettinger bei der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon. "Die Gartenschau hat mich einfach interessiert", meinte der EU-Kommissar und vergaß dabei nicht zu erwähnen, dass sein Großvater ihm schon beigebracht habe, wie man Hecken pflege. Für einen eigenen Garten fehle ihm aber einfach die Zeit, bedauerte Oettinger.
Der Stadt Villingen-Schwenningen gratulierte der Ex-Ministerpräsident zur Freilegung des Neckarlaufes am Ursprung "unseres schwäbischen Flusses". Anlässlich der Gartenschau wurde die Quelle des Neckars neu gestaltet und der Flusslauf, der 50 Jahre verdolt war, auf drei Kilometer Länge wieder freigelegt. Rund ein Kilometer des neuen, renaturierten Bachbettes liegt auf dem Gartenschaugelände.
Während seines zweistündigen Rundganges über das Gartenschaugelände mit insgesamt 66 Ausstellungsbereichen interessierte sich der EU-Energiekommissar besonders für den Energiepfad der Stadtwerke. Beim Besuch des größten begehbaren Holzpolters nördlich der Alpen mit Infos über den Forst nahm Oettinger erstaunt zur Kenntnis, dass die für den Polter verbaute Holzmenge von 450 Festmetern in den Wäldern des Landes innerhalb von fünfzehn Minuten nachwächst. "Erstaunlich, man will es fast nich glauben", sein Kommentar.