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Sarah Hagmann im Austausch mit dem Lörracher Handwerk
Dominik Senn, Sarah Hagmann, Clara Resch und Heike Senn ©Theresa Fidušek
  • 08. Oktober 2026

Sarah Hagmann im Austausch mit dem Lörracher Handwerk

Von Sarah Hagmann / Theresia Lindner | Fraktion GRÜNE im Landtag

Die Landtagsabgeordnete Sarah Hagmann lud kürzlich alle Innungsobermeister der Kreishandwerkerschaft Lörrach zu einem Vesper ein, um sich mit ihnen auszutauschen. Zu Gast waren sie in den Räumlichkeiten des Sanitär-, Heizungs- und Klimaunternehmens Haas+Mandau in Lörrach. An dem Gespräch nahm auch Clara Resch, die handwerkspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, als besonderer Gast teil. Besprochen wurden die besonderen Herausforderungen bei Digitalisierung, in der Ausbildung und bei der Fachkräftegewinnung sowie die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die handwerkspolitische Sprecherin Clara Resch unterstrich die wichtige Rolle von Handwerksbetrieben für viele gesellschaftliche Aufgaben und Zukunftsprojekte. So gäbe es ohne Elektrikerinnen und Installateure keine Energiewende und ohne Bäcker und Metzger keine regionale Nahversorgung. Heike Senn, Geschäftsführerin von Haas+Mandau, verdeutlichte dies am Beispiel ihres Betriebs: SHK-Betriebe tragen durch die Installation von Wärmepumpen und Solaranlagen zur konkreten Umsetzung der Energie- und Wärmewende vor Ort bei. In Gesprächen mit ihren Kundinnen und Kunden nehmen sie wahr, dass sich viele inzwischen ganz bewusst für erneuerbare Energien einsetzen. Aufgrund der häufig wechselnden gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene müssen sie jedoch nicht nur als Handwerker, sondern auch als Aufklärer und Beruhiger agieren.

Die Teilnehmenden des Gesprächs waren sich einig, dass eine wesentliche Herausforderung für viele Handwerksunternehmen darin besteht, ihre Personal- und Digitalisierungsstrukturen zukunftsfest zu machen. Viele Prozesse, auch im Handwerk, haben an Komplexität gewonnen und der Fachkräftemangel ist in vielen Handwerksbranchen zu spüren. Gleichzeitig bergen die Entwicklungen im Bereich der KI auch gewisse Chancen für das Handwerk, denn dadurch werden diese Berufe für viele Jugendliche, aber auch für Mitarbeitende aus Industriebetrieben, interessanter, da sie nicht so leicht zu ersetzen sind.

Die beiden Wirtschaftspolitikerinnen Sarah Hagmann und Clara Resch betonten, dass es dem Land ein wichtiges Anliegen sei, die Handwerksbetriebe bei den notwendigen Strukturprozessen zu unterstützen – sei es bei der Digitalisierung mit dem Programm „Horizont Handwerk“, durch gute Ausbildungsbedingungen oder durch eine attraktive Meisterprämie.

Alle teilnehmenden Innungsobermeister beschrieben die weiterhin bestehenden Berichtspflichten als wesentliches Hemmnis, sei es bei der eigenen Produktion, in der Vermarktung oder bei der Verpackung der eigenen Produkte.

Sarah Hagmann, MdL, sagte: „Meine klare Botschaft ist, dass das Land es ernst meint mit dem Abbau unnötiger Bürokratie. Unsere Bäcker:innen, Schreiner:innen, Metzger:innen und Installateur:innen müssen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Deshalb stellt das Land mit dem Effizienzgesetz alle Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten, die die Landesebene betreffen, auf den Prüfstand. Diese laufen bis Ende 2027 aus, sofern sie nicht ausdrücklich vom jeweiligen Ministerium begründet und verlängert werden. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass auf allen Ebenen – auch in der EU und im Bund – genau geprüft werden muss, wie viel der im Laufe der Jahre gewachsenen Bürokratie notwendig ist.“


Ressort: Lörrach

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