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Schwankendes Vertrauen bei VW, kometenhafter Aufstieg von BYD
Auto von vorn ©Gerald Kaufmann
  • 03. September 2026

Schwankendes Vertrauen bei VW, kometenhafter Aufstieg von BYD

Von Ronja Ostner | PR Strategist

- So wandelt sich der Automarkt in Deutschland 2026

Die Online-Plattform Carwow hat eine umfassende Analyse interner Daten sowie Zulassungs- und Suchdaten des deutschen Automarktes zum Stand Januar 2026 durchgeführt. Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: Auch wenn Volkswagen nach wie vor die Zulassungsstatistik dominiert, deutet das aktive Anfrageverhalten der Konsumenten auf einen der größten Umbrüche in der deutschen Automobilgeschichte hin.

VW bleibt vorn, aber Skoda und BYD gewinnen an Attraktivität 

Mit über 10,3 Millionen zugelassenen Fahrzeugen bleibt Volkswagen die dominierende Kraft auf deutschen Straßen. Nutzeranfragen auf der Carwow-Plattform zeigen, wo die Reise hingeht: Volkswagen musste bei den Kundenanfragen einen Rückgang von 12 % im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.

Gleichzeitig boomt die Nachfrage nach Alternativen. Skoda konnte seine Anfragen um 26 % steigern und führt das Ranking der gefragtesten Marken an. Noch beeindruckender ist der Aufstieg von BYD: Mit einem Anstieg der Anfragen um sagenhafte 25.360 % innerhalb eines Jahres zeigt der chinesische Hersteller, wie schnell sich das Interesse deutscher Autofahrer auf neue Elektro-Marken verlagern kann.

Der Trend weg vom reinen Verbrenner hin zum E-Auto spiegelt sich deutlich in den Daten wider. Während Volkswagen bei klassischen Verbrennern (24,38 % Anfrage-Anteil) weiterhin führt, zeigt sich bei den E-Autos ein anderes Bild: Hier liegt Volkswagen nur noch auf dem fünften Platz, hinter Skoda, Kia, BYD und Cupra.

Marken wie Skoda und Kia profitieren massiv von dieser Entwicklung. Kia verzeichnete ein Wachstum der E-Auto-Anfragen von 404 % im Jahresvergleich. BYD unterstreicht seine Ambitionen als reiner E-Auto-Hersteller mit einem Anteil von 7,91 % an allen E-Auto-Anfragen – ein klares Signal, dass die „neuen“ Marken in der Mitte der deutschen Käuferschicht angekommen sind.

Vom Konfigurator zum Kauf: Der „Treue-Check“

Die Daten zeigen zudem, dass Planung und Konfiguration nicht immer zum Kauf führt. Nur 39 % der Nutzer, die einen VW konfiguriert haben, kaufen am Ende tatsächlich einen VW. Ganze 15 % dieser Kunden springen zu Skoda ab – ein Indiz dafür, dass innerhalb des Konzerns Kunden zu attraktiveren oder preislich passenderen Alternativen wechseln.
Bei Skoda hingegen sind es 62 % und bei BYD 59 %, die nach der Konfiguration auch bei der entsprechenden Marke einkaufen. 

Deutlich wird auch, dass die Vorurteile gegenüber chinesischen Marken schwinden. Während Ende 2022 nur 30 % der Befragten einen chinesischen Wagen in Erwägung zogen, sind es Anfang 2026 bereits 44 %. 

„Wir beobachten eine deutliche Öffnung des deutschen Marktes“, so Arne Stöcker, Managing Director Carwow Deutschland. „Deutsche Autofahrer orientieren sich zunehmend an Preis-Leistungs-Verhältnis und technologischer Ausstattung, unabhängig vom Herkunftsland der Marke.“

Der deutsche Automarkt bleibt im Kern loyal zu bewährten Namen, doch das Fundament dieser Loyalität wackelt. Die sinkende Dominanz von VW bei den Anfragen und der enorme Zulauf für Marken wie Skoda, Kia und BYD signalisieren, dass sich der Wettbewerb diversifiziert. Für die deutschen Konsumenten bedeutet das: Die Auswahl war selten so groß und der Druck auf die etablierten Hersteller war nie so hoch wie heute. 

Die vollständige Analyse mit weiteren Details zu Zulassungszahlen, Suchtrends und Markenentwicklungen finden Sie unter: www.carwow.de/automagazin/dies-und-das 


Ressort: Reise und Verkehr

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