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10. Februar 2011
Zum Valentins-Tag aufs faire „Blumen-Siegel“ achten
Floristen-Gewerkschaft IG BAU Südbaden: Augen auf beim Blumen-Kauf
Zum Valentins-Tag aufs faire „Blumen-Siegel“ achten
Fairness-Prädikat für Blumensträuße: Zum Valentinstag am kommenden Montag [Hinweis für die Redaktion: 14. Februar 2011] appelliert die Floristen-Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt an die Verbraucher im Kreis Konstanz, beim Blumenkauf auf die Gütesiegel „Fair Flowers Fair Plants“ (FFP) oder „Flower-Label-Program“ – kurz FLP – zu achten. „Wie bei Kaffee, Tee und Schokolade gibt es auch bei Schnittblumen einen fairen Handel. Das Gütesiegel gewährleistet, dass sie unter menschenwürdigen und umweltschonenden Bedingungen produziert werden“, sagt Armin Hänßel, Bezirksvorsitzender der IG BAU Südbaden.
„Nur jede fünfte Rose, Nelke oder Lilie, die bei uns über den Ladentisch geht, stammt aus heimischer Produktion. Der Rest wird importiert – vorwiegend aus Afrika und Lateinamerika. Dort sehen die Arbeitsbedingungen vielfach alles andere als rosig aus“, sagt Hänßel. Gemeinsam mit dem Handel, mit Menschenrechtsorganisationen und Kirchen habe die IG BAU daher die beiden Gütesiegel ins Leben gerufen, um Standards für die Arbeitsbedingungen festzulegen.
„Die Gütesiegel verlangen von den Produzenten, dass sie auf Kinder- und Zwangsarbeit verzichten, Gewerkschaften akzeptieren, den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit gewährleisten und Umweltstandards einhalten“, so Hänßel. Genau wie bei Lebensmitteln lohne es sich, beim Valentinsstrauß auf fair gehandelte Ware zu achten. Denn die FLP- und FFP-Blumen wachsen ohne den Einsatz hochgiftiger Pflanzenschutzmittel. Das kommt allen zugute: den Arbeiterinnen in Übersee ebenso wie den Floristinnen und Kunden im Kreis Konstanz.