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31. März 2011
Skimming-Fälle – Tatverdächtige festgenommen
Vergangene Woche hat die Grenzwache im Raum St. Gallen zwei Bulgaren im Alter von 23 und 33 Jahren festgenommen. In ihren Effekten konnten die Grenzwächter umfangreiches technisches Material sicherstellen, welches für die Präparierung von Geldautomaten verwendet werden kann. Die Festgenommenen werden beschuldigt, seit anfangs Jahr, konkret jedoch zwischen dem 21.1.2011 und dem 15.2.2011 in Basel-Stadt Geldautomaten für das Auslesen von Bankkundendaten (sog. «Skimming») präpariert zu haben.
Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass mehr Kunden durch diese «Skimming- Masche» geschädigt wurden, als derzeit bekannt ist. Es muss angenommen werden, dass ab etlichen Bankkonten widerrechtliche Abbuchungen vorgenommen worden sind, ohne dass dies von den Kontoinhabern bemerkt wurde. Die Kriminalpolizei bittet nun Bankkunden, ihre Kontoauszüge auf verdächtige Belastungen hin zu kontrollieren und im Falle von rechtswidrigen Bezügen unverzüglich eine Strafanzeige zu erstatten.
«Skimming» ist das illegale Beschaffen von Bankkartendaten, indem einerseits die Daten auf dem Magnetstreifen der Karte ausgelesen werden, andererseits mit einer installierten Minikamera das Eintippen des PIN-Codes ausgespäht wird. Mit diesen Daten- und PIN-Informationen ist dann die Täterschaft in der Lage, so genannte Kartenrohlinge («White-Plastic») herzustellen, mit denen Bargeldbezüge getätigt werden können. Da die Originalkarte im Besitz des Eigentümers verbleibt, bemerkt dieser in der Regel erst bei der Kontrolle der Kontoauszüge oder bei einer allfälligen Kontoüberziehung die Straftat.
Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt möchte im Zusammenhang mit dieser Deliktsmasche erneut raten, das Eintippen des PIN-Codes mit der freien Hand abzudecken. Weiterhin sollte man beim geringsten Verdacht auf eine Manipulation den Vorgang abbrechen, bzw. erst gar nicht durchführen und unverzüglich die Polizei verständigen.