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  • 27. Mai 2011

Sechs neue Professorinnen und Professoren an der Universität Basel

Von Tiger Gironimo

An der Universität Basel sind sechs neue Professorinnen und Professoren gewählt worden. Am Institut für Französische Sprach- und Literaturwissenschaft wird Prof. Lorenza Mondada Ordinaria für Französische und Allgemeine Linguistik und Prof. Hugues Marchal Assistenzprofessor für Neuere Französische und Allgemeine Literaturwissenschaft. Der Universitätsrat wählte zudem Prof. Irene Hösli-Krais zur Extraordinaria für Geburtshilfe, Prof. Lukas Bubendorf zum Extraordinarius für Stammzellpathologie und Prof. Attila Becskei zum Extraordinarius für Synthetic Microbiology. Assistenzprofessor für Computational Intelligence wird Prof. Malte Helmert.

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Prof. Lorenza Mondada

Die neue Ordinaria für Französische und Allgemeine Linguistik an der Philosophisch-Historischen Fakultät, Prof. Lorenza Mondada, ist seit 2001 ordentliche Professorin an der Université de Lyon 2; sie war bereits zuvor während fünf Jahren Assistenzprofessorin an der Universität Basel. 1963 in Locarno geboren, studierte die Linguistin in Fribourg. Dort sowie an den Universitäten Neuchâtel und Lausanne arbeitete sie als Assistentin und promovierte 1994. Von 1996 bis 2001 war sie in Basel wie auch als Visiting Scholar an der UC Berkeley (Kalifornien), in Bielefeld sowie als Gastprofessorin unter anderem in Campinas (Brasilien), Mexico und Toulouse tätig. An der Universität Basel habilitierte sie 2000 in allgemeiner und romanischer Linguistik und erhielt hier die Venia docendi. 2001 erhielt sie den Nationalen Latsis-Preis für junge Forschende. Von 2001 bis 2011 forschte sie in Lyon sowie am Max-Planck-Institut Nijmegen, am King’s College London, an der Universität Helsinki, der Northwestern University (Chicago) sowie an den Universitäten Pompeu Fabra in Barcelona und Linköping. 2009 bis 2010 war sie Senior Fellow am Freiburger Institut for Advanced Studies.

Mondadas Forschungsinteressen liegen im Bereich der interaktionalen Linguistik, die mithilfe der Konversationsanalyse und der Ethnomethodologie entwickelt wird. Dabei untersucht sie die soziale Interaktion in ganz unterschiedlichen Kontexten und Sprachen sowie in verschiedenen Bereichen. Basierend auf Videoaufnahmen von alltäglichen und beruflichen Interaktionen, studiert sie die Beziehungen zwischen Grammatik, Sprache und Körperlichkeit, Organisation von Interaktion, Kognition und sozialem Handeln.

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Prof. Hugues Marchal

Assistenzprofessor in Neuerer Französischer und Allgemeiner Literaturwissenschaft an der Philosophisch-Historischen Fakultät (mit Tenure Track) wird der Franzose Prof. Hugues Marchal, seit 2004 Assistenzprofessor an der Université de la Sorbonne Nouvelle in Paris. 1971 in Saint-Dizier geboren, war er nach seinem Studienabschluss an der École normale supérieure de Fontenay-Saint-Cloud 1994 unter anderem als Gastdozent an der Duke University und Johns Hopkins University in den USA tätig, zudem auch als Leiter des Büros für Buch- und Verlagswesen der Kulturabteilung der französischen Botschaft in New York. Von 1998 bis 2003 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Université de la Sorbonne Nouvelle in Paris, wo er 2002 in französischer Literaturwissenschaft doktorierte. Seine Forschungsinteressen liegen in der Literaturtheorie und im Schnittbereich zwischen Literatur und anderen Wissenschaftsgebieten wie Kulturanthropologie, Kunstgeschichte, Naturwissenschaften und Philosophie. Er gilt als Spezialist für die französischen Literatur und Poesie des 20. Jahrhunderts und leitet seit 2007 das von ihm entwickelte Forschungsprogramm «Euterpe» zur wissenschaftlichen Poesie in Frankreich zwischen 1792 und 1939. 2010 ist er an das Institut universitaire de France berufen worden.

Extraordinariate

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Prof. Irene Hösli-Krais

Zur neuen Extraordinaria für Geburtshilfe an der Medizinischen Fakultät und zur Chefärztin gewählt wurde Prof. Irene Hösli-Krais, Titularprofessorin für Geburtshilfe und Gynäkologie und seit 1997 als Abteilungsleiterin in Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin an der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel tätig. Geboren 1957 in Tübingen, studierte sie Psychologie im Grundstudium an der Universität Zürich und darauf Medizin an den Universitäten Mainz, Freiburg/Br., Tübingen und Basel. Ihre Dissertation schloss sie 1982 ab und absolvierte darauf eine Assistenzzeit vor allem an Schweizer Spitälern in Chirurgie, Neonatologie, Gynäkologie/Geburtshilfe; dafür erwarb sie 1993 den Facharzttitel FMH. Von 1992 bis 1995 war sie Oberärztin für Gynäkologie/Geburtshilfe an der Universitätsfrauenklinik Basel, 2000 folgte nach dem Diplom in Fetal Medicine der Fetal Medicine Foundation in London die Subspezialisierung in fetomaternaler Medizin; 2002 habilitierte sie sich an der Universität Basel. Sie leitet zurzeit die Gleichstellungskommission der Medizinischen Fakultät und betreut das Projekt «Vereinbarkeit von Teilzeitarbeit und Karriere». In den letzten Jahren engagierte sie sich unter anderem in Projekten in Rumänien und Moldawien zur Unterstützung der Geburtshilfe und Neonatologie. Ihre Forschungsschwerpunkte sind schwerwiegende Schwangerschaftserkrankungen wie Präklampsie, Wachstumsretardierung, Frühgeburt sowie die Bereitstellung von Stammzellen aus Nabelschnurblut. Hösli-Krais ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.

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Prof. Lukas Bubendorf

Neuer Extraordinarius für Stammzellpathologie an der Medizinischen Fakultät wird Prof. Lukas Bubendorf, seit 2007 Leiter der Abteilung für Zytopathologie am Institut für Pathologie des Universitätsspitals Basel. 1964 in Basel geboren, studierte er hier Humanmedizin bis zur Promotion im Jahr 1990. Darauf war er mehrere Jahre als Assistenzarzt am Institut für Pathologie des Universitätsspitals Basel, am Regionalspital Rheinfelden und am Kantonalen Institut für Pathologie in Liestal tätig. 1997 erwarb er den Facharzttitel FMH für Pathologie und 2002 zusätzlich mit dem Schwerpunkt Zytologie. Von 1998 bis 2000 absolvierte Bubendorf einen Forschungsaufenthalt an den National Institutes of Health, Bethesda (Maryland, USA) und kehrte darauf ans Basler Institut für Pathologie zurück, wo er als stellvertretender Oberarzt und als Oberarzt arbeitete. 2002 habilitierte er sich an der Universität Basel, die ihn 2005 zum Titularprofessor ernannte. Seine Forschungen umfassen vor allem die genomische Evolution und die Rolle der Tumorstammzellen bei der Entstehung und Progression von soliden Tumoren sowie die Entwicklung molekularer Methoden in der Zytologiediagnostik. Bubendorf ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

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Prof. Attila Becskei

Zum Extraordinarius für Synthetic Microbiology an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät – in einer Doppelprofessur der Universität Basel und der ETH Zürich – gewählt wurde Prof. Attila Becskei. Er ist seit 2006 als Assistenzprofessor für Systembiologie am Institut für Molecular Life Sciences der Universität Zürich tätig. Becskei ist ungarischer Staatsbürger. Geboren 1973 in Backa Topola, studierte er Medizin an der Universität Szeged und schrieb seine naturwissenschaftliche Dissertation am European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg mit Abschluss im Jahr 2002. Darauf war er drei Jahre als Postdoktorand am Department of Physics am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) tätig. Sein Forschungsgebiet umfasst die experimentelle und mathematische Untersuchung von Genregelkreisen. Schwerpunkte sind die negative und positive Rückkoppelung sowie stochastische und epigenetische Prozesse. Becskei ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Neuer Assistenzprofessor und Beförderung

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Prof. Malte Helmert

Assistenzprofessor für Computational Intelligence an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (mit Tenure Track) wird Prof. Malte Helmert, zurzeit Akademischer Rat und Postdoktorand am Institut für Informatik der Universität Freiburg/Br. Geboren 1978 in Berlin, studierte er Informatik in den Universitäten Freiburg und Durham (Grossbritannien) und absolvierte in Freiburg nach dem Abschluss als Diplom-Informatiker 2001 ein Doktoratsstudium bis zur Promotion im Jahr 2006. Seine Forschungsgebiete sind künstliche Intelligenz, insbesondere heuristische Suchverfahren für die klassische Handlungsplanung und andere kombinatorische Optimierungsprobleme. Für seine Forschungen zu diesen Themen wurde er 2011 mit dem IJCAI Computers and Thought Award ausgezeichnet, dem renommiertesten Wissenschaftspreis für junge Forscher im Bereich der künstlichen Intelligenz

Weiter wurde Prof. Helma Wennemers (*1969) zur Ordinaria für Chemie an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät befördert, seit 1999 Assistenzprofessorin und seit 2003 Extraordinaria für Organische Chemie an der Universität Basel.

Titularprofessuren
Der Universitätsrat genehmigte die von der Regenz beschlossene Ernennung folgender Personen zu Titularprofessoren: PD Dr. rer. nat. habil. Leander Franz für Mineralogie/Petrologie, PD Dr. rer. nat. Rainer W. Friedrich für Neurobiologie und PD Dr. rer. nat. Dirk Schübeler für Epigenetics.


Ressort: Uncategorised